Das Heft Nr. 10 aus der Serie „scriptumonline - Geowissenschaftliche Arbeitsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen“ fasst den aktuellen Kenntnisstand zur Geologie der im westlichen Münsterland verbreiteten Haltern-Formation der Oberkreide (Santonium) zusammen. Die Sedimentfolge besteht im Wesentlichen aus Fein- und Mittelsanden, die z. T. auch grobsandig oder schwach schluffig ausgebildet sein können. Vereinzelt treten quarzitische, selten auch kalkig verfestigte Sandsteinbänke auf. Das Verbreitungsgebiet der Haltern-Formation hat eine Fläche von ca. 850 km². Ihre größten Mächtigkeiten erreicht sie mit bis zu 300 Metern bei Groß Reken und Haltern. Für den regionalen Aufbau des Gebietes sind weite, flachwellige Kreide-Sättel und -Mulden kennzeichnend. Während die Faltenstrukturen im Westteil des Verbreitungsgebietes Westnordwest - Ostsüdost gerichtet sind, biegen sie im Ostteil in eine Südwest-Nordost-Richtung um. Die Mächtigkeitsverteilung der Haltern-Formation wird maßgeblich durch den Verlauf dieser Faltenstrukturen beeinflusst. [2020. 17 S., 4 Abb., ISSN 2510-1331]
Das Heft Nr. 11 aus der Serie „scriptum – Arbeitsergebnisse aus dem Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen“ dokumentiert durch zwei Beiträge erste geologische und paläontologische Ergebnisse der Untersuchungen im nordrhein-westfälischen Abschnitt der Transeuropäischen Naturgas-Pipeline (TENP). Der erste Artikel behandelt Fazies und Stratigraphie temporärer Schürfe im Unter- und Mitteldevon der Eifel, der zweite dokumentiert Untersuchungsergebnisse zu einem Profil im Paläozoikum des südöstlichen Venn-Sattels (Rheinisches Schiefergebirge). [2004. 131 S., 19 Abb., 2 Tab., 1 Taf., 66 S. Anh.; ISSN 1430-5267]
Der Dienst enthält die aktuellen Karten der amtlich festgesetzten Trinkwasserschutzgebiete, der geplanten Trinkwasserschutzgebieten sowie der Trinkwassergewinnungsgebieten
Der Geologische Dienst SH beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur geothermischen Nutzung des tiefen und oberflächennahen Untergrundes. Die Karten dieses Dienstes zeigen Potenzialgebiete für die hydrothermale Nutzung von Sandsteinhorizonten (Rhät-, Dogger- und Mittlerer Sandstein), die Wärmeleitfähigkeiten des oberflächennahen Untergrundes bis 100 m Tiefe sowie die Eignung des Bodens für die Errichtung von Erdwärmekollektoren.
Die Sonderveröffentlichung besteht aus den Bänden 1 bis 4 und beinhaltet im Wesentlichen eine Vortrags- und Artikelsammlung zum Aufbau der nordwestdeutschen Steinkohlenlagerstätte. [Paket 1975; Bestell-Nr. 9005 beim Geologischen Dienst NRW]. Die Publikationen sind derzeit nur in gedruckter Form, auf Anfrage auch einzeln erhältlich.
Das Heft Nr. 23 aus der Serie „scriptumonline – Geowissenschaftliche Arbeitsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen“ beinhaltet geogenetische Definitionen von Lockergesteinen, die in der Geologischen Kartieranleitung der Arbeitsgemeinschaft Geologie der Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands (SGD) erarbeitet wurden. Die ausführlichen Definitionen bestehen jeweils aus Texten, Literaturhinweisen, Tabellen, Abbildungen und Fotos. Für elf verschiedene geologische Bildungsbereiche wurden insgesamt rund 200 geogenetische Definitionen erstellt, die nun im digitalen Fachinformationssystem der Geologischen Kartieranleitung online recherchierbar und als Nachschlagewerk nutzbar sind. [2023. 56 S., 26 Abb., 2 Tab.; ISSN 2510-1331]
In den Jahren 1952-1956 wurden im Bereich der ostfriesischen Küste, auf den Inseln, dem Watt und dem Festland eine größere Anzahl von Bohrungen niedergebracht. Um die Entstehungsgeschichte des Gebietes aufhellen zu können, soweit es durch die Vegetation möglich ist, und um das Alter der Transgression zu bestimmen, wurden im ganzen 13 Torfprofile mit je einem kleinen Stück im Liegenden und Hängenden botanisch untersucht. Nachfolgend sind die Ergebnisse zusammengefasst: Das Relief der pleistozänen Flugsanddecke im heutigen ostfriesischen Küstengebiet ist bereits vor dem Beginn des Postglazials geformt worden. Geringfügige Sandverwehungen haben bis zum Anfang des Atlantikums stattgefunden. Das zeigt, dass bis zu der Zeit die Vegetationsdecke stellenweise noch nicht geschlossen war. Auf den hoch liegenden Teilen dieser Flugsanddecke entstanden im Boreal feuchte Calluna-Heiden. Sie entwickelten sich weiter über verschiedene Stadien bis zu oligotrophem Sphagnumhochmoor. In den tiefer liegenden Gebieten kam es zur Ausbildung von topogenen Niederungsmooren und Bruchwäldern. Stellenweise entstanden Sphagneten von mesotrophem Gepräge. Als Grundlage für die pollenanalytische Gliederung diente das Standardprofil Tannenhausen. Die bekannten waldgeschichtlichen Zonen des Postglazoals wurden in den Diagrammen wieder gefunden und diejenigen vom Atlantikum bis zum Subatlantikum durch eine Anzahl von Leitlinien noch weiter unterteilt. Einige dieser Leitlinien und Zonengrenzen sind mittels der C14-Methode absolut eindatiert worden. Die verwertbaren Transgressionskontakte ließen sich im Hochmoor des Juister Wattes und westlich des Hilgenrieder Tals auf rund 200 v. Chr. datieren in den tief liegenden Tälern und Rinnen bereits auf den ersten Teil Atlantikums. Aus der Beschaffenheit der Transgressionskontakte aller überschlickter Torfprofile und der Einschwemmungshorizonte von minerogenem Sediment wurden Rückschlüsse auf den Verlauf der Transgression gezogen. Diese fand zunächst im Brackwasser statt, teilweise unter ruhigen Bedingungen, teilweise unter kräftiger Aufarbeitung. Erst viel später geriet das Gebiet in den marinen Bereich. Alter und Beschaffenheit der Transgressionskontakte zeigen, dass an mehreren Stellen Torf erodiert worden ist. Dadurch kann ein zu früher Beginn der Transgression vorgetäuscht werden. Deshalb ist es wichtig, nur sorgfältig ausgewählte, vollständige Profile zugrunde zu legen.
Die geologischen Naturraum- und Wanderkarten stellen die Gesteine, ihr Alter und ihre Lagerung dar; sie geben Hinweise auf ihre Entstehung und auf die Beziehungen zur Landschafts- und Kulturgeschichte. Geologische Schnitte veranschaulichen die Lagerungsverhältnisse und Mächtigkeit der Schichten. Die geologischen Wanderkarten zeigen außerdem Wanderwege und Freizeiteinrichtungen und führen zu zahlreichen erdgeschichtlichen Besonderheiten. Auf den Rückseiten der Karten sind geologische Sehenswürdigkeiten wie Klippen, Steinbrüche, Quellen und Stätten historischen Bergbaus beschrieben. Noch lieferbare Ausgaben: Geologische Karte der Attendorn-Elsper Doppelmulde 1:50.000. 1982 (3-86029-331-7); Geologische Wanderkarte des Naturparks Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald 1:50.000. 1988 (3-86029-332-4); Geologische Wanderkarte des Naturparks Rothaargebirge 1:50.000. 2 Bl., nur Südteil. 1994 (3-86029-334-6).
Das Geologische 3D-Landesmodell stellt die geologischen Einheiten durch Gesteinsschichten sowie tektonische Störungszonen im dreidimensionalen Raum dar. Dadurch wird die Verbreitung von geologischen Strukturen im Untergrund sichtbar. Es handelt sich um ein Übersichtsmodell, welches nur die geologischen Hauptstrukturen vom paläozoischen Grundgebirge bis hin zu den allgemeinen Schichtenfolgen im Mesozoikum und Känozoikum abbildet. Es wurde mittels der 3D-Modellierungssoftware GOCAD in zwei Ausfertigungen erstellt: Das generalisierte Landesmodell beschränkt sich auf die Hauptstörungen und zeigt somit weniger komplex strukturierte Horizonte. Das Detail-Landesmodell zeigt den genauesten Kenntnisstand und befindet sich in Bearbeitung. Verfügbare geologische Haupteinheiten: Quartär, Tertiär, Oberkreide, Unterkreide, Jura, Buntsandstein, Zechstein, Rotliegend, Präperm, Karbon, Devon, Kambrium/Ordovizium.