Im Laufe des Jahres 1994 betrieb die Firma „Den Norks Stats Oljeselskap“ (STATOIL) die Anlandung zweier Gaspiplines aus den norwegischen Erdgasfeldern an das niedersächsische Festland. Im Bereich der niedersächsischen Küste führen die Pipelines durch das Einzugsgebiet der „Accumer Ee“ und damit auch durch das Gebiet des Nationalparks „Niedersächsisches Wattenmeer“. […] Seit 1994 führt die Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesamtes für Ökologie innerhalb der umfangreichen Gesamtuntersuchungen die Erhebungen zum Teilprojekt „Endobenthos im Sublitoral“ durch. Dabei wurden zweimal jährlich, im Frühjahr und Frühherbst, an bis zu 78 Stationen je drei Parallelproben mit einem van Veen-Backengreifer gewonnen, ausgewertet und die Ergebnisse in jährlichen Berichten dargestellt. Im vorliegenden Bericht werden die Untersuchungsergebnisse des Jahres 1995 dargestellt.
„[…] In der vorliegenden Arbeit wurden Untersuchungen zur Akkumulaitonsstrategie von Schwermetallen (Pb, Cd, Cu, Hg und Zn) in Arenicola marina, Hediste diversicolor (Polychaeta) sowie Cerastoderma edule und Mya arenaria (Bivalvia) durchgeführt. Grundlage für die Validierung sind Untersuchungen von BERNDS (1993) und JANßEN (1993), die im Rahmen des Projektes „Schwermetalle in Organismen des Niedersächsischen Wattenmeeres bei Norderney“ durchgeführt wurden (ZAUKE et al. 1995). Die Probenahme erfolgte im sublitoralen Bereich des Wattenmeeres in Norderney und Dorumersiel. […] Im März und April 1995 wurden Proben im Norderneyer Watt genommen, während das Watt vor dem Badestrand von Dorumersiel im Mai 1995 beprobt wurde. […]“
„Die Marschenschnecke Assiminea grayana gehört zu den Prosobranchien, die die Evolution zu einer Lebensweise im Supralitoral geführt hat. […] Morphologisch und histologisch ist sie nur grob beschrieben worden und weist einige Besonderheiten in der Familie der Rissoidea auf. […] Als Ergänzung der regulären jährlichen Untersuchungen zum TBT-Effektmonitoring an der niedersächsischen Küste werden seit 2007 Untersuchungen an Assimineen von zwei Stationen im Weserästuar durchgeführt. Es sollte geklärt werden, ob sich bei dieser Prosobranchienart ähnlich wie bei Littorina littorea, Hydrobia ulvae und anderen Arten Effekte auf das Reproduktionssystem durch im Sediment vorhandene Organozinnverbindungen feststellen lassen. Die Ergebnisse von 2008 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“
„Im Rahmen des „Trilateral Monitoring and Assessment Program (TMAP)“ werden seit 1999 vier Monitoringstationen zur Überwachung des Makrozoobenthos auf der Lütetsburger Plate untersucht. Zusammen mit den bereits seit 1976 bestehenden Dauerstationen des NLÖ Forschungsstelle Küste im Norderneyer Inselwatt ist damit ein durchgehendes eulitorales Stationsprofil von der Festlandslinie bis zum Inselwatt vorhanden. Zusätzlich besteht seit 1994 eine Dauerstation auf der Lütetsburger Plate speziell zur Überwachung von Besatz, Altersverteilung und Flächenausdehnung der Miesmuschel Mytilus edulis. Diese Station ist Bestandteil des niedersächsischen Programms zur Erfassung der eulitoralen Miesmuschelvorkommen. Die vier Monitoringstationen auf der Lütetsburger Plate werden gemäß den TMAP-Richtlinien zweimal pro Jahr im Frühjahr und Herbst untersucht. Die Ergebnisse der Daueruntersuchungen 2002 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“
„Die vorliegende Arbeit will klären, ob die Infektion mit parasitischen Organismen für den beobachteten Bestandsrückgang der Miesmuschel verantwortlich ist. […] In der vorliegenden Arbeit wurde die derzeitige Parasitenbelastung des Miesmuschelbestandes des niedersächsischen Wattenmeeres über einen Zeitraum von 2,5 Jahren untersucht. Dabei wurde der Status quo der Belastung beschrieben sowie die Entwicklung über zwei komplette Jahresgänge an ausgewählten Dauerstationen verfolgt. Die räumliche Variabilität der Verteilungsmuster, sowohl im kleinräumigen Maßstab innerhalb einer Probestation als auch im gesamten Wattenmeer, wurde beschrieben. Darüber hinaus wurde der Einfluss der Parasitenbelastung auf individuelle Muscheln verschiedenen Alters und auf Miesmuschelpopulationen an Hand geeigneter Parameter dargestellt.“
Im Sommer 1993 wurde mit Untersuchungen zum Seegrassterben im Niedersächsischen Wattenmeer begonnen. Im Rahmen einer flächendeckenden Kartierung der Bestände von Zostera marina und Zostera noltii wurden zunächst die Vorkommen im Bereich der Jade- und Außenweserwatten erfasst und Pflanzenmaterial für Biomassebestimmungen, Untersuchung epiphytischer Aufwuchsorganismen und zur Analyse eventuell auftretender Schädigungssymptome gewonnen. […] Zur Klärung der möglichen Ursachen für die Bestandsrückgänge sind in Teilprojekten dieser Studie Untersuchungen zu Herbizideinträgen in das Ökosystem Wattenmeer und zum Befall der Seegraspflanzen mit phytopathogenen Mikroorganismen durchgeführt worden. Die Frage, inwiefern Zusammenhänge zwischen dem Seegrasschwund und der Veränderung natürlicher oder anthropogner Faktoren bestehen, ist anhand des vorliegenden Datenmaterials noch nicht zu beantworten.
„Die KÜFOG GmbH wurde im Frühjahr 2005 mit der Durchführung benthosbiologischer Untersuchungen an sieben Dauermessstationen im Weserwatt vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz – Betriebsstelle Brake-Oldenburg) beauftragt, die im Rahmen der Beweissicherung der Firma Kronos Titan seit 1975 jährlich zweimal untersucht werden. Eine Probenahmestation liegt im Bereich Langlütjen I. Darüber hinaus wurden 2 Transekte im Lunewatt und vor Blexen beprobt. Die genauen Positionen der Stationen sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.“
„Die Marschenschnecke Assiminea grayana gehört zu den Prosobranchien, die die Evolution zu einer Lebensweise im Supralitoral geführt hat. […] Morphologisch und histologisch ist sie nur grob beschrieben worden und weist einige Besonderheiten in der Familie der Rissoidea auf. […] Als Ergänzung der regulären jährlichen Untersuchungen zum TBT-Effektmonitoring an der niedersächsischen Küste wurden Untersuchungen an Assimineen von zwei Stationen im Weserästuar durchgeführt. Es sollte geklärt werden, ob sich bei dieser Prosobranchienart ähnlich wie bei Littorina littorea, Hydrobia ulvae und anderen Arten Effekte auf das Reproduktionssystem durch im Sediment vorhandene Organozinnverbindungen feststellen lassen.“
„Im Auftrag des NLWKN Betriebsstell Brake-Oldenburg wurde eine Charakterisierung der Makrozoobenthos-Gemeinschaften in den unterschiedlichen Gewässertypen der Küstengewässer (Flussgebietseinheiten Ems, Weser und Elbe) an der niedersächsischen Nordseeküste erstellt. Auf der Grundlage „historischer“ und rezenter MZB-Bestandsaufnahmen wurde eine Übersicht über die auftretenden Arten und ihre Lebensraumansprüche zusammengestellt. Als Datengrundlage für den aktuellen Zustand dienten die Informationen über die MZB-Besiedlung an eu- und sublitoralen Positionen aus Untersuchungen von ca. 1985-2001, die in einer vorhergehenden Studie zur Typisierung der Küstengewässer für die gesamte Nordseeküste zur Verfügung gestellt wurden. […]“
„Im Rahmen des „Trilateral Monitoring and Assessment Program (TMAP)“ werden seit 1999 vier Monitoringstationen zur Überwachung des Makrozoobenthos auf der Lütetsburger Plate untersucht. Zusammen mit den bereits seit 1976 bestehenden Dauerstationen des NLÖ Forschungsstelle Küste im Norderneyer Inselwatt ist damit ein durchgehendes eulitorales Stationsprofil von der Festlandslinie bis zum Inselwatt vorhanden. Zusätzlich besteht seit 1994 eine Dauerstation auf der Lütetsburger Plate speziell zur Überwachung von Besatz, Altersverteilung und Flächenausdehnung der Miesmuschel Mytilus edulis. Diese Station ist Bestandteil des niedersächsischen Programms zur Erfassung der eulitoralen Miesmuschelvorkommen. Die Ergebnisse der Daueruntersuchungen 2009 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“