„Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erfordert eine umfassende biologische Bewertung der Gewässer einschließlich der Küsten- und Übergangsgewässer. Für das Makrozoobenthos, Phytoplankton, Makroalgen/Angiospermen und die Fischfauna werden in Küsten- und Übergangsgewässern durch die Mitgliedstaaten Bewertungsverfahren entwickelt. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse der biologischen Bewertung der einzelnen Mitgliedstaaten auf EU-Ebene zu gewährleisten, sieht die WRRL eine Interkalibrierung der Verfahren für ausgewählte Gewässertypen, Formen von Gewässerbelastungen und Biokomponenten vor. […] Dieser Bericht dokumentiert die Ergebnisse von Teilen der Arbeit in Niedersachsen im gesamten Kontext WRRL, die sich mittelbar oder unmittelbar auf die Interkalibrierungsarbeit an der Küste beziehen und durch das Programm finanziert bzw. finanziell unterstützt wurden.“
„Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um den zweiten Zwischenbericht für das im Rahmen des Länderfinanzierungsprogrammes „Wasser und Boden“ 2003 geförderte Projekt „Aufbau einer Matrix für die Gewässertypen nach EG-WRRL im Küstengebiet der Nordsee, Schwerpunkt Flusseinzugsgebiete Weser und Elbe“ (O 9.03). Der Berichtszeitraum beläuft sich auf die Zeit vom 1. Januar – 30. Juni 2005 und stellt eine Ergänzung zum ersten Zwischenbericht dar. In diesem zweiten Zwischenbericht sind die Ergebnisse niedergelegt, die aus der Projektarbeit seit Januar 2005 abgeleitet und bereits schriftlich dargestellt werden können. Die Kapitel, in denen sich dagegen keine Veränderungen zum ersten Zwischenbericht ergeben haben, werden in diesem Bericht nur mit der Kapitelüberschrift aufgeführt.“
„Im Rahmen des „Trilateral Monitoring and Assessment Program (TMAP)“ werden seit 1999 vier Monitoringstationen zur Überwachung des Makrozoobenthos auf der Lütetsburger Plate untersucht. Zusammen mit den bereits seit 1976 bestehenden Dauerstationen des NLÖ Forschungsstelle Küste im Norderneyer Inselwatt ist damit ein durchgehendes eulitorales Stationsprofil von der Festlandslinie bis zum Inselwatt vorhanden. Zusätzlich besteht seit 1994 eine Dauerstation auf der Lütetsburger Plate speziell zur Überwachung von Besatz, Altersverteilung und Flächenausdehnung der Miesmuschel Mytilus edulis. Diese Station ist Bestandteil des niedersächsischen Programms zur Erfassung der eulitoralen Miesmuschelvorkommen. Die Ergebnisse der Daueruntersuchungen 2007 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“
„Die vorgelegte Studie befasst sich mit Langzeituntersuchungen epibenthischer Tierarten an zwei Untersuchungsstationen im Jadebusen während eines Zeitraumes von 13 Jahren sowie mit einem Vergleich von Untersuchungen einer endobenthischen Gemeinschaft der Jahre 1952 und 1987 zur Feststellung möglicher Schäden durch Fischerei und Verklappungsaktivitäten sowie lokal eingeleiteter Schadstoffe.“ „The paper deals with long-term studies of macrobenthic species of Jade Bay (North Sea) during a period of 13 years. Comparative investigations of an endobenthic community, carried out in 1952 and1987, are used to state possible natural damages by local fisheries, dumping activities an locally introduced chemical waste.”
„[…] Für die vorliegende Arbeit wurde das analoge Bild-material einer flächendeckenden Watten-Befliegung vom August/September 2008 in Hinblick auf Seegrasvorkommen visuell ausgewertet. Die typischen Erscheinungsformen von Seegrasbeständen und ähnlichen Strukturen (Algen, Miesmuscheln etc.) auf Luftbildern werden gezeigt. Die identifizierten Seegrasbestände wurden in ArcView digitalisiert, ihre Fläche berechnet und den Ergebnissen der Felduntersuchungen aus dem gleichen Jahr gegenübergestellt. Ergänzend werden anhand von Beispielen die Möglichkeiten der thematischen Klassifizierung digitaler Bilddaten kurz umrissen. […]“
Im Laufe der letzten Jahre ist von der Forschungsstelle Küste Norderney wiederholt darauf hingewiesen worden, dass sich im Niedersächsischen Wattenmeer ausgedehnte Bereiche mit oberflächlich anstehenden, dunklen Sedimenten gebildet hatten. Diese standen in Zusammenhang mit Makroalgenmatten und waren ein Hinweis auf verstärkte anaerobe Abbauprozesse. […] Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wurde erstmal die Variabilität anaerober Bereiche der Sedimentoberfläche untersucht. Die Bearbeitung erfolgte über einen Zeitraum von acht Monaten (März bis Oktober 1991) in einem begrenzten Wattengebiet, dem Norderneyer Inselwatt. Das Phänomen wurde durch Vermessen, Kartieren und Photographieren festgehalten. Begleitend beziehungsweise abschließend wurden Proben für chemische, sedimentologische und biologische Parameter genommen. […]
„[…] Zentrales Thema des vorliegenden Berichts ist die ökologische Bewertung der Küsten- und Übergangsgewässer Niedersachsens, wie sie für den Bewirtschaftungsplan 2009 vorgenommen wurde. Monitoring-Programme sowie Bewertungssystem und –ergebnisse für die biologischen Qualitätskomponenten werden dargestellt und erläutert. Es wird ausgeführt, welche Stressoren auf die jeweilige Qualitätskomponente einwirken und wie die Chancen der Zielerreichung bis 2015 einzuschätzen sind. Für jede Qualitätskomponente werden darüber hinaus kurze Informationen zum Stand der internationalen Interkalibrierung gegeben. […]“
Seit 1984 laufen auf beiden Seiten der Emsmündung Bestandsaufnahmen des Dienst Getijdewateren und der Forschungsstelle Küste mit dem Ziel, die Verteilung der makrobenthischen Wattenfauna in einem gemeinsamen Bericht darzustellen. In dem vorliegendem Bericht ist nur ein Teil des auf der deutschen Seite gewonnenen Materials verarbeitet, vornehmlich Daten des Abschnittes vom Dollart einschließlich bis zur Südgrenze der Leybucht. Für das aufwärts anschließende Gebiet der Unterems wurden recht vollständige Bearbeitungen von 1979 weitgehend unverändert übernommen, nur durch Befunde jüngerer Stichproben aktualisiert. Somit enthält dieser Bericht eine vorläufige Darstellung (noch ohne Berücksichtigung der niederländischen Daten) der Emsmündung von Papenburg bis zum Pilsumer Watt.
Die Leybucht wurde im Sommer 1959 biologisch-bodenkundlich untersucht, um den jetzigen Zustand und die Entwicklungstendenz des Wattes kennen zu lernen. Folgerungen für die Praxis sollten daraus abgeleitet werden. Auf dem Watt wurden 429 Untersuchungsstationen eingemessen. Insgesamt wurden über 4000 quantitative Messungen, Untersuchungen und Analysen vorgenommen. Sie betrafen hauptsächlich: Menge und Zusammensetzung der Flora und Fauna, Menge und Zusammensetzung der Sinkstoffe, Chemismus und Korngrößen des Sedimentes, Salzgehaltsbestimmungen und Verlandungsuntersuchungen. Schließlich werden die Untersuchungsergebnisse in ihrer Bedeutung für die Praxis ausgelegt und eine Stellungnahme zur Eindeichung und der späteren Nutzung der Leybucht abgegeben. Sämtliche untersuchten Faktoren deuten auf eine Stabilisierung und Aufhöhung der Watten hin.
In the framework of the project "Macrozoobenthos in the western part of the "Hoher Weg"" lasting from 1973 to 1975 a survey of macrozoobenthos has been carried out in the the western part of the "Hoher Weg" located between Jade and Weser. Investigation of macrozoobenthos abundance and biomass at 120 stations. (109 stations in database DBKüstenbiologie). All data ist stored in the database DBKüstenbiologie, published in annual report 1979 Band XXXI of the Forschungsstelle Küste Im Rahmen des Projektes "Das Makrozoobenthos des westlichen "Hohen Weges"" wurde von 1973 bis 1975 eine Bestandsaufnahme der Wattenfauna (Makrozoobenthos) im westlichen Teil des "Hohen Weges" zwischen Jade und Wesermündung durchgeführt. Es wurden an 120 Stationen die Abundanz u. Biomasse von MZB erfasst. (109 Stationen in Datenbank DBKüstenbiologie). Alle Daten sind in der Datenbank DBKüstenbiologie gespeichert, veröffentlicht im Jahresbericht 1979 Band XXXI der Forschungsstelle Küste