Im Rahmen des Projektes "Bestandsaufnahme des eulitoralen Makrobenthos im Jadebusen in Verbindung mit einer Luftbild- Analyse" wurde von 1975 bis 1977 eine Bestandsaufnahme der Wattenfauna (Makrozoobenthos) im Jadebusen durchgeführt. Hierbei wurde an 136 Stationen die Abundanz u. Biomasse von MZB erfasst (135 Stationen in Datenbank DBKüstenbiologie). Alle Daten sind in der Datenbank DBKüstenbiologie gespeichert, veröffentlicht im Jahresbericht 1986 Band XXXVIII der Forschungsstelle Küste. In the framework of the project "Investigation of the intertidal macrozoobenthos in the Jade Bay in relation aerial photograph analysis " a survey of the macrozoobenthos has been carried out in the Jade Bay region from 1975 to 1977. Investigation of macrozoobenthos abundance and biomass at 136 stations (135 stations in the database DBKüstenbiologie). All data ist stored in the database DBKüstenbiologie, published in annual report 1986 Band XXXVIII of the Forschungsstelle Küste.
„In biologisch-sedimentologischer Hinsicht wurde das Gebiet Eckwarderhörne bis Tossens im Jahre 1956 und der Bereich Burhave bis Langwarden 1957 untersucht. Das Watt von Langwarden bis Tossens wurde im Sommer 1961 bearbeitet, so dass nunmehr ein geschlossenes Bild der Wattverhältnisse von Burhave bis Eckwarderhörne vorliegt. Langwarden bis Tossens: bei Niedrigwasser wurden 304 Untersuchungsstationen bearbeitet, an denen 218 Sedimentproben und 14 quantitative Faunaproben entnommen wurden.“
„Im Rahmen des „Trilateral Monitoring and Assessment Program (TMAP)“ werden seit 1999 vier Monitoringstationen zur Überwachung des Makrozoobenthos auf der Lütetsburger Plate untersucht. Zusammen mit den bereits seit 1976 bestehenden Dauerstationen des NLÖ Forschungsstelle Küste im Norderneyer Inselwatt ist damit ein durchgehendes eulitorales Stationsprofil von der Festlandslinie bis zum Inselwatt vorhanden. Zusätzlich besteht seit 1994 eine Dauerstation auf der Lütetsburger Plate speziell zur Überwachung von Besatz, Altersverteilung und Flächenausdehnung der Miesmuschel Mytilus edulis. Diese Station ist Bestandteil des niedersächsischen Programms zur Erfassung der eulitoralen Miesmuschelvorkommen. Die Ergebnisse der Daueruntersuchungen 2003 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“
„Seit 1969 wird in die Wesermündung in Höhe Bremerhaven Abwasser aus der TiO2-Produktion eingeleitet. Zur Überwachung der ökologischen Effekte werden seit 1975 Zoobenthosuntersuchungen an Dauerstationen ober- und unterhalb der Einleitungsstelle durchgeführt. Seit 1985 werden zusätzlich Sediment-, Zoobenthos- und Vegetationsproben auf eventuelle Anreicherungen mit Metallen untersucht. Die Ergebnisse der Daueruntersuchungen 2007 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“
„Anhand der Bewuchsuntersuchungen der vorliegenden Arbeit konnten nähere Aussagen zur Bewuchsfreundlichkeit von Eisensilikatschlacken und natürlichen Gesteinssubstraten getroffen werden. […] Zusammenfassend ist zu sagen, dass ein nicht auszuschließender negativer Einfluss der Schlacke auf die Abundanzen einzelner Arten und die zum Teil recht hohen Kupferkonzentrationen in den Indikatororganismen Grund genug für die Überlegung ist, ob Schlacke, die als zusätzliche Quelle für die Kupferkontamination im Aufwuchs und Anreicherung von Kupfer in der Nahrungskette anzusehen ist, in einer ohnehin mit Schwermetallen vorbelasteten Küstenregion als Verbrauungsmaterial weiterhin eingesetzt werden sollte.“
Am 23.10.1989 wurde auf der deutschen Seite des Dollart ein Fischsterben entdeckt, dem etwa eine Tonne von Stinten zum Opfer fiel. Als wahrscheinlichste Ursache kann Sauerstoffmangel angenommen werden, der vom Eintrag stark organisch belasteten Abwasser aus der Westerwoldschen Aa verursacht wurde. Dieses Gewässer weist regelmäßig im Winterhalbjahr – während der Kampagne der kartoffelverarbeitenden Industrie – anaerobe Zustände auf. Der Verdacht auf den Einfluss toxischer Substanzen kann jedoch nicht völlig ausgeräumt werden.
Im September 1960 und 1961 wurden die Landgewinnungsfelder beiderseits des Cappeler Tiefs, die als Ergebnis unserer Untersuchungen aus dem Jahre 1957 angelegt wurden, untersucht, um Verlandungsfortschritte oder Rückschläge kennenzulernen. Die Untersuchung erstreckt sich auf Höhenmessungen, biologische, sedimentologische und bodenkundliche Faktoren. Der Sinkstoffhaushalt wurde einbezogen. Von 30 Untersuchungsstationen und vier Sinkstoffentnahmestellen wunden rd. 770 Proben untersucht und ausgewertet. Das Ergebnis: Die Sinkstoffmenge reicht aus, um die Landgewinnung voranzutreiben. Es wird berechnet, dass innerhalb der Lahnungen bei günstigen Wetterlagen ca. 100 mg/l liegen bleiben. Das Sediment zeigt eine Abnahme der feinen Fraktionen und Zunahme der Md-Werte. Die Gründe werden dargelegt. Alle anderen Faktoren wie Wasser- und Kalkgehalt, Pflanzen- und Tierwelt und die Messungen verzeichnen eine positive Tendenz zur Aufhöhung und Landgewinnung. Die jährliche Höhenzunahmen in den Landgewinnungsfeldern wird mit ca. 2 - 3 cm berechnet.
„Die Marschenschnecke Assiminea grayana gehört zu den Prosobranchien, die die Evolution zu einer Lebensweise im Supralitoral geführt hat. […] Morphologisch und histologisch ist sie nur grob beschrieben worden und weist einige Besonderheiten in der Familie der Rissoidea auf. […] Als Ergänzung der regulären jährlichen Untersuchungen zum TBT-Effektmonitoring an der niedersächsischen Küste werden seit 2007 Untersuchungen an Assimineen von zwei Stationen im Weserästuar durchgeführt. Es sollte geklärt werden, ob sich bei dieser Prosobranchienart ähnlich wie bei Littorina littorea, Hydrobia ulvae und anderen Arten Effekte auf das Reproduktionssystem durch im Sediment vorhandene Organozinnverbindungen feststellen lassen. Die Ergebnisse von 2008 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“
„Die Verbesserung der Durchgängigkeit von Siel- oder Schöpfwerken für ungehinderten Austausch von Organismen und für die Ausbildung von Brackwasserlebensräumen ist Bestandteil des Maßnahmenkatalogs zur Verbesserung des ökologischen Zustands der niedersächsischen Küsten- und Übergangsgewässer im Rahmen der Umsetzung der EG-WRRL. Im Gewässersystem Südstrandpolder auf Norderney wurden seit 1980 mehrere biologische Untersuchungen im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Brackwasserlebensraums durchgeführt. Seit 2005 wird im Rahmen einer Kompensationsmaßnahme im Sielteich während des Sommerhalbjahrs ein kontrollierter Seewasserzufluss zugelassen. Im vorliegenden Bericht wird auf Grundlage der früheren Untersuchungen die Entwicklung des Lebensraums bis zur Einführung des neuen Sielmanagements beschrieben. Die Veränderungen der physikalischen Rahmenbedingungen im Sielteich nach Veränderung des Sielmanagements wurden anhand von Wasserstands- (2007) und Salzgehaltsmessungen (2005-2006) dokumentiert. Im Sommer 2008 wurden an elf Positionen im Sielteich wasserchemische Analysen (pH-Wert, Salinität) und Untersuchungen der benthischen Makrofauna durchgeführt. Außerdem wurde anhand von Reusenfängen das Vorkommen von Fischen und vagilen Benthosarten erfasst. […]“
„Im Rahmen des „Trilateral Monitoring and Assessment Program (TMAP)“ werden seit 1999 vier Monitoringstationen zur Überwachung des Makrozoobenthos auf der Lütetsburger Plate untersucht. Zusammen mit den bereits seit 1976 bestehenden Dauerstationen des NLÖ Forschungsstelle Küste im Norderneyer Inselwatt ist damit ein durchgehendes eulitorales Stationsprofil von der Festlandslinie bis zum Inselwatt vorhanden. Zusätzlich besteht seit 1994 eine Dauerstation auf der Lütetsburger Plate speziell zur Überwachung von Besatz, Altersverteilung und Flächenausdehnung der Miesmuschel Mytilus edulis. Diese Station ist Bestandteil des niedersächsischen Programms zur Erfassung der eulitoralen Miesmuschelvorkommen. Die Ergebnisse der Daueruntersuchungen 2010 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“