„Untersuchungen der Wattenfauna haben deutlich Zusammenhänge zwischen Biotopzonierung und abiotischen Standortmerkmalen wie Sedimenten erkennen lassen. Ebenso ist mittlerweile bekannt, dass abiotische Standortmerkmale von Wattgebieten wie Höhenlage und Oberflächensediment hydrodynamisch bestimmt sind. Darüber hinaus hat sich beim Langzeit-Monitoring von Benthos-Populationen an fixen Terminstationen gezeigt, dass singuläre hydrodynamische Einwirkungen – vorübergehend – im Sinne ökologischer Katastrophen wirken können. Von daher war nahe liegend, Zusammenhänge zwischen hydrodynamischen Einwirkungen, insbesondere den energiereichen Seegangs- und Strömungsvorgängen und der Dynamik in den Populationen des Makrozoobenthos zu untersuchen. […] Im Rahmen dieser Arbeit fanden im Freiland über den Zeitraum von über einen Jahr parallel zur Aufnahme des Makrozoobenthos Untersuchungen zur Hydrodynamik statt. Die biologischen sowie die hydrographischen Daten wurden an einem Ort erfasst, um den direkten Bezug der Hydrodynamik zum Makrozoobenthos zu gewährleisten. Mit Hilfe von Regressionsanalysen sollen mögliche Zusammenhänge von verschiedenen Makrozoobenthosarten mit Tidewasserstands- und Seegangsparametern untersucht und durch Korrelationskoeffizienten hinsichtlich der statistischen Qualität quantifiziert werden. Aufnahmen von verschiedenen boden- sowie gewässerkundlichen Begleitparametern dienen hierbei dazu, den Ursprung der analysierten signifikanten Korrelationen zwischen Hydrodynamik und Makrozoobenthos auf direkte oder aber indirekte Wirkungen zurückführen zu können. Hiermit sollen erste Einblicke in direkte Abhängigkeiten des „natürlichen Rauschens“ der Abundanzen des Makrozoobenthos von den örtlichen hydrodynamischen Randbedingungen gegeben werden, die für ökologische Modellierungen von erheblicher Bedeutung sind. […]“
Diese digitale Karte gibt einen Überblick über avifaunistisch wertvolle Bereiche für Brutvögel in Niedersachsen. Als Avifauna wird die Gesamtheit aller in einer Region vorkommenden Vogelarten bezeichnet. Die der Fachbehörde für Naturschutz vorliegenden avifaunistischen Daten werden gebietsbezogen bewertet. Diese Bewertung erfolgt getrennt für Brut- und Gastvögel nach standardisierten Bewertungsverfahren. Es erfolgte die Bewertung von Daten aus dem Zeitraum 2005 bis 2009 an Hand des in Niedersachsen angewendeten Bewertungssystems für Brutvogellebensräume (Informationsdienst 6/97) auf der Grundlage der Roten Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel 7. Fassung, Stand 2007 (Infodienst 3/2007;). Aus den im Rahmen des niedersächsischen Vogelarten-Erfassungsprogramms gemeldeten Daten wurden für die Bewertung eines Gebietes die aktuellsten Daten aus einem Zeitabschnitt von 5 Jahren (je nach Datenlage und Bearbeitungsstand) zur Bewertung herangezogen. Im Rahmen des niedersächsischen Vogelarten -Erfassungsprogramms werden keine landesweit flächendeckenden regelmäßigen Kartierungen durchgeführt, sondern es handelt sich um eine Datensammlung von ehrenamtlichen und z. T. beauftragten Bestandserfassungen. Für nicht abgegrenzte Bereiche liegen keine oder nicht ausreichende Brutvogel-Bestandszahlen vor, so dass keine Einstufung erfolgen konnte. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Bereiche ohne Bedeutung für die Brutvogelfauna sind! Für Gebiete mit dem Attribut „Status offen“ liegen ebenso keine oder nicht ausreichende Bestandszahlen vor, so dass keine Einstufung erfolgen konnte. Dies besagt aber auch in diesem Fall nicht, dass die Bereiche keine avifaunistische Bedeutung haben. Die Europäischen Vogelschutzgebiete erhalten bei der Bewertung der Brutvögel einen gesonderten Wert (EU-VSG). Für ausgewählte Arten erfolgte eine Sonderbewertung entsprechend des aktualisierten Bewertungsverfahrens. Gebiete mit dem Hinweis „siehe Bewertung 2006“ wurden in der Bewertung 2010 mit „Status offen“ klassifiziert, da i. d. R. seit 2005 keine Daten vorlagen. Im Sinne des Vorsorgeprinzips sollte dann auf die Bewertung 2006 zurückgegriffen werden.
„Beim Cappeler Tief an der Wurster Küste wurden im Jahre 1957 morphologische, hydormetrische, bodenkundliche und biologische Untersuchungen ausgeführt, um die Ursachen fortschreitender Vorlandabbrüche zu ergründen und Empfehlungen für den Schutz dieses Küstenabschnittes zu erarbeiten. Die Empfehlungen gingen dahin, entlang der gefährdeten Strecke Landgewinnungsfelder anzulegen, was bereits im folgenden Jahre – 1958 – in die Tat umgesetzt wurde. Es wurde erwartet, dass durch den solchermaßen eingeleiteten Verlandungsprozess die Beanspruchung der zum Teil über einen Meter hohen Abbruchkanten des alten Vorlandes durch Seegang gemindert werden würde. Es war vorgesehen die Wirksamkeit dieser Anlagen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und dann den Verlandungsfortschritt höhenmäßig, bodenkundlich und biologisch so lange zu verfolgen, bis die Felder das MThw und die Sukzessionsstufe des Andelrasens erreicht haben würde. Die Untersuchungen fanden in den Jahren 1970, 1977/78, 1985 und 1997 statt. Zum letztgenannten Zeitpunkt waren die Verlandungsfelder weitgehend geschlossen begrünt, befanden sich aber immer in einem Stadium vor der endgültigen Verlandung. Die Untersuchung dokumentiert in einem langfristigen und interdiziplinären Ansatz (Hydrometrie, Morphologie, Bodenkunde, Botanik, Zoologie) alle wesentlichen Aspekte und Sukzessionsstadien des Verlandungsprozesses von Beginn an. Sie vermittelt Erfahrungen und Entscheidungshilfen in Konfliktsituationen zwischen Küstenschutz und Naturschutz, wenn es um Fragen der Sicherung abbrechender Vorländer geht.“
Mit SAPOS® wird ein aktueller und präziser Raumbezug im europaweit einheitlichen und für Niedersachsen amtlichen Bezugssystem ETRS89 bereitgestellt. SAPOS® nutzt die Signale der globalen Satellitennavigationssysteme (Global Navigation Satellite System - GNSS) GPS, GLONASS, Galileo sowie lokaler Erweiterungssysteme. Bundesweit existiert ein flächendeckendes Netz von über 270 permanent registrierenden GNSS-Referenzstationen, von denen sich 43 in Niedersachsen befinden. Mit dem Hochpräzisen Echtzeit-Positionierungs-Service (SAPOS®-HEPS) und dem Geodätischen Postprocessing-Positionierungs-Service (SAPOS®-GPPS) können die Daten sowohl für Echtzeit-Anwendungen als auch für eine Datenaufbereitung im Postprocessing genutzt werden.
Das digitale Oberflächenmodell (bDOM) ist eine auf ein regelmäßiges Raster reduzierte Punktwolke, in der Höhen und Formen der Erdoberfläche inklusive seiner Bauwerke und Vegetation abgebildet sind. bDOM-Daten bilden die Situation zum Zeitpunkt der Erfassung, also des Flugtages, ab. Variieren die Erfassungszeitpunkte, können z.B. Gewässerpegelstände oder Oberflächenbewuchs innerhalb eines Projektgebiets variieren. Die Punktgitterweite des aktuellen DOM-Produkts beträgt 20 cm. Eine Aktualisierung des landesweiten bDOM-Produkts erfolgt im Zyklus der Landesbefliegung (aktuell drei Jahre). Die Daten werden über automatisierte Verfahren oder durch Selbstentnahme kostenfrei bereitgestellt. Bei Nutzung der Daten sind die Lizenzbedingungen zu beachten.
AdV WMS zur Darstellung der Rasterdaten aller digitalen, blattschnittfreien topographischen Karten (DTK) der Maßstäbe 1:25000, 1:50000, 1:100000 in Graustufen (BCGR). Topographische Karten sind ortsbeschreibende Landkarten, die als unmittelbares Ergebnis der topographischen Landesaufnahme flächendeckend für den Freistaat Sachsen, in verschiedenen Maßstäben, im bundeseinheitlichen Regelblattschnitt und in weitgehend einheitlicher Gestaltung (Zeichenschlüssel, Farbgebung) herausgegeben werden. Die verschiedenen Kartenebenen können ohne Maßstabsbeschränkung verwendet werden. Hinweis: Das GeoSN stellt für die Präsentationsausgaben der Topographischen Karte DTK25, DTK50, DTK100 ab dem 01.01.2026 keine Darstellungsdienste mehr zur Verfügung.
Der Dienst Landschaftsräume in Nordrhein-Westfalen enthält Regionale Geodaten zu Biogeographischen Regionen im Sinne des INSPIRE Annex III Themas "Biogeographische Regionen". Die Daten zeigen die nahtlosen Abgrenzungen von so genannten Landschaftsräumen, die eine Präzisierung und thematische Ergänzung von Naturräumlichen Einheiten (vergl. Schmidthüsen u.a.) sind. Die Objektmetadaten enthalten Angaben über die landschaftsökologischen Fachmerkmale, die die Gebiete kennzeichnen. Die Daten zeigen die Abgrenzungen der Landschaftsräume für Nordrhein-Westfalen. Besonderheiten: Die Daten sind frei zugänglich. Die Daten werden als Grundlage für die Erstellung des landesweiten Biotopverbundes erhoben und für diese Zwecke digitalisiert. Die Daten sind in Nordrhein-Westfalen aufgrund des § 3 des Landesnaturschutzgesetzes im Internet bekanntzumachen.
Die hochaufgelösten Pléiades Neo Satellitenbilder mit einer räumlichen Auflösung von 30 cm und sechs spektralen Kanälen (Deep Blue, Blue, Green, Red, Red Edge, Near-infrared) ermöglichen regelmäßige optische Aufnahmen der Erdoberfläche. Pléiades Neo wird vollständig von Airbus finanziert. Hierbei handelt es sich um eine Aufnahme des gesamten Stadtgebiets Gelsenkirchen mit einer Wolkenbedeckung von bis zu 5 %. Das Ziel der Datenerhebung besteht darin, die Anwendung der Airbus-Bilder in verschiedenen Aufgabenbereichen zu untersuchen und bei Aktualisierungsaufgaben, beispielsweise im Bereich Gebäude-Monitoring, die Anwendungsfelder zu analysieren.
Für "Satellitenbilder (beschränkter Zugang)": Für alle internen Verwendungen des Produkts: Der Nutzer darf das Produkt verwenden, speichern, darauf zugreifen, kopieren, sowie es in einem beliebigen internen Gerät oder gesicherten Cloud-Infrastruktur verarbeiten. Der Nutzer darf das Produkt für die Erstellung weiterer Produkte mit Mehrwert oder für die Ableitung von Arbeiten (z.B. Karten, Berichte) verwenden. Für alle externen Verwendungen des Produkts: Der Nutzer darf ein abgeleitetes Werk verbreiten. Der Nutzer darf einen Auszug des Produkts in ein abgeleitetes Werk einfügen (z. B. in einen Papierbericht) oder einen Auszug des Produkts auf einer Website anzeigen in einem nicht extrahierbaren und nicht herunterladbaren Format (z. B. für Werbezwecken). Der Nutzer darf das Produkt oder das Mehrwertprodukt nicht vertreiben, verkaufen, oder anderweitig Dritten zur Verfügung stellen. Ebenfalls darf der Nutzer keine Einnahmen auf der Grundlage des Extrakts des Produktes auf einer eigenständigen Basis erzielen.
Über den Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM) werden z. B. Baustellendaten von externen Anbietern Interessenten (z. B. der Stadt Duisburg) zur Verfügung gestellt. Die Datensätze werden regelmäßig beim MDM abgefragt, optisch aufbereitet und im Rahmen des Verkehrsportals als Zusatzinformation dem User angeboten. Die Stadt Duisburg trägt Baumaßnahmen von überregionaler Bedeutung zusätzlich in einer Software (TIC Kommunal) von Straße.NRW ein. Daher kommt es vor, dass einige Baumaßnahmen doppelt eingetragen sind. Das ist der Grund, warum dieser Layer in den Grundeinstellungen ausgeschaltet ist. Weiter Informationen zum MDM sind zu finden unter https://www.mdm-portal.de/.
Das Heft Nr. 17 aus der Serie „scriptum – Arbeitsergebnisse aus dem Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen“ präsentiert die Ergebnisse eines Projektes, mit dem das NRW-Wirtschaftsministerium den Geologischen Dienst NRW beauftragte, potenzielle Verdachtsstellen für Starkbeben mithilfe der Paläoseismologie im Bereich der Niederrheinischen Bucht zu erforschen. Diese Region ist gegenwärtig das aktivste Erdbebengebiet in Westdeutschland. Sie ist Bestandteil einer interkontinentalen Schwächezone und wird von einer Reihe NW-SE-streichender Störungen durchzogen, die sich noch heute relativ zueinander bewegen, wodurch Erdbeben auftreten können. [2008. 72 S., 58 Abb., 6 Tab.; ISSN 1430-5267]