Die Eiszeit war ein relativ kurzer, jedoch für die Landschaft, Vegetation und Tierwelt des behandelten Raumes entscheidender Abschnitt der jüngeren Erdgeschichte. Während der Saale-Kaltzeit drangen die Gletscher des skandinavischen Inlandeises in die Westfälische Bucht vor und führten dort zu Verhältnissen, wie sie heute nur noch in den Polarregionen der nördlichen und südlichen Halbkugel anzutreffen sind. Die Sonderveröffentlichung wendet sich sowohl an das wissenschaftlich, als auch natur- und heimatkundlich interessierte Publikum. Die Kapitel sind thematisch eigenständige Beiträge verschiedener Verfasser, besitzen jedoch zahlreiche objektbezogene Berührungspunkte und sind entsprechend aufeinander abgestimmt. [1993. 143 S., 49 Abb., 24 Tab., 2 Taf., 2 Karten; ISBN 978-3-86029-924-1]
Auf 42 reich bebilderten Seiten wird zunächst ein allgemeiner Überblick über Erdbeben und ihre Dynamik gegeben, wo und warum sie entstehen und wie sie erfasst werden. Der zweite Teil widmet sich speziell den Erdbeben in Nordrhein-Westfalen. Die Niederrheinische Bucht ist das aktivste Erdbebengebiet in Westdeutschland und gleichzeitig ein dicht besiedelter industrieller Ballungsraum. Um Wohngebäude und Industrieanlagen erdbebensicher bauen zu können, muss bekannt sein, wo Erdbeben mit welcher Stärke auftreten können. Einen Beitrag dazu leistet der Geologische Dienst NRW mit seinem Erdbebenüberwachungsnetz und den Untersuchungen von historischen Bebenereignissen, sogenannten Paläobeben. Das Heft bietet in knapper und allgemeinverständlicher Form eine Einführung in die Erdbebenthematik mit Schwerpunkt auf den seismischen Ereignissen in NRW. [2008. 42 S., 19 Abb., 1 Tab.; ISBN 978-3-86029-971-5]
Anzahl Haltungen von Gifttieren in NRW, aggregierte Daten für Giftschlangen, Giftspinnen und Giftskorpione. Die Angaben beziehen sich für 2021 zum Stichtag 30.06. (Ablauf der Meldefrist), in die Folgejahren zum31.12. des Jahres.
Die Sonderveröffentlichung beinhaltet zwei Abhandlungen über die Spuren des Bergbaus zwischen Dortmund-Syburg und Schwerte: 1.) scriptum 15 – Arbeitsergebnisse aus dem Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen: „Auf den Spuren des Bergbaus in Dortmund-Syburg - Forschungen und Grabungen am Nordwesthang des Sybergs von 1986 bis 2006“ [2007. 113 S., 195 Abb., 3 Tab.; ISSN 1430-5267] und 2.) eine Veröffentlichung des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e. V., Arbeitskreis Dortmund: „Der Bergbau zwischen Dortmund-Syburg und Schwerte“ (Dortmund/Iserlohn, 2010). Die interessierte Öffentlichkeit kann sich so schnell und umfassend über den alten Bergbau in diesem Teil des Ruhrreviers informieren. [2011. 233 S.]
Eine Bibliographie über die geologische Literatur des Bergischen Landes und seiner Randgebiete, die im Zuge der Vorarbeiten für den Naturpark „Bergisches Land“ erforderlich wurde. Hierzu hat man nicht nur publizierte, sondern auch eine Reihe unveröffentlichter Arbeiten berücksichtigt. Die Literatursammlung umfasst vorrangig die geowissenschaftlichen Fachgebiete der Regionalgeologie, Petrographie, Paläontologie, Bodenkunde, Lagerstättenkunde und Hydrogeologie. [1976. 104 S., 1 Abb.; ISBN 978-3-86029-905-0]
Anlass für die vorliegende Dokumentation gaben Untersuchungen zum eiszeitlichen Geschehen in der Westfälischen Bucht mit dem Nachweis von drei saalezeitlichen Eisvorstößen mit nahezu gleichen Verhältnissen wie in den Niederlanden. Die Ergebnisse veranlassten die Autoren, ihre Untersuchungen weiter nach Nordosten über das Weserbergland bis in das norddeutsche Tiefland auszudehnen, um eine Parallelisierung mit den Moränenablagerungen im niedersächsischen Raum herzustellen. Als Ergebnis sind deutliche Gemeinsamkeiten im Untersuchungsgebiet und den angrenzenden Gebieten zu erkennen, die über die allgemeine Tatsache eines saalezeitlichen Hauptvorstoßes nach Nord- und Nordwestdeutschland hinausgehen und eine Parallelisierung einzelner Eisvorstöße von Niedersachsen über Westfalen bis in das Rheinland zulassen. [2003. 95 S., 15 Abb., 10 Tab., Anh. mit 2 Tab. u. 1 Fototaf.; ISBN 978-3-86029-967-8]
Das Heft Nr. 12 aus der Serie „scriptumonline - Geowissenschaftliche Arbeitsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen“ beleuchtet ein Verfahren der Erstellung von Erosionsgefährdungskarten auf Grundlage von bodenkundlichen Kartierungen und Wetterdaten. Unter den sich ändernden klimatischen Bedingungen erhält die Bodenerosion im vorsorgenden Bodenschutz eine zentrale Bedeutung. Bisher wurde das regional unterschiedliche Niederschlagsgeschehen durch Regressionsgleichungen abgebildet, in denen die Höhe des Sommerniederschlags die Regenerosivität bestimmt. Diese Ansätze sind unzureichend, um der Dynamik bei der Veränderung der Starkregencharakteristik Rechnung zu tragen, da sie erst mit großer zeitlicher Verzögerung auf eine geänderte Niederschlagscharakteristik reagieren. Daher hat der Deutsche Wetterdienst ein Verfahren entwickelt, das auf Regenradarmessungen basiert. Das Verfahren wird kurz dargestellt und die Auswirkungen auf das Erosionsgeschehen werden erläutert. Entsprechende Karten zur Regenerosivität werden vom Deutschen Wetterdienst regelmäßig aktualisiert ins Netz gestellt. Mit entsprechenden Boden- und Reliefkarten erstellt der Geologische Dienst NRW Erosionsgefährdungskarten, die die Beratung der Landwirtschaft unterstützen. [2020. 10 S., 2 Abb., ISSN 2510-1331]
Das Heft Nr. 16 aus der Serie „scriptumonline - Geowissenschaftliche Arbeitsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen“ stellt das transnationale Projekt „Roll-out of Deep Geothermal Energy in North-West Europe“ (DGE-ROLLOUT) vor. Dieses untersuchte eines der vielversprechendsten tiefengeothermischen Reservoire in Nordwesteuropa (NWE), das Rhenoherzynische Becken. Ein wesentliches Ziel des Projektes war die grenzüberschreitende Charakterisierung der unterkarbonischen Kohlenkalk-Gruppe (und im Nachgang der devonischen Massenkalke) in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden, um die Standortsuche für künftige Geothermiekraftwerke zu erleichtern und um eine CO2-neutrale Wärmenutzung in NWE zu unterstützen. Durch das Zusammentragen und Auswerten des gemeinsamen Datenschatzes und durch die transnationale Erhebung neuer Daten aus Bohrungen und seismischen Kampagnen sollten Tiefe, Mächtigkeit, Struktur und Fazies dieses hydrothermalen Reservoirs charakterisiert und die bisher unbekannten tiefengeothermischen Potenziale der Karbonatgesteine im Rhenoherzynischen Becken ermittelt werden. [2020. 11 S., 3 Abb., ISSN 2510-1331]
Das Aachener Steinkohlenrevier ist neben dem Niederrheinisch-Westfälischen Steinkohlenrevier die zweite große Steinkohlenlagerstätte Nordrhein-Westfalens. Das flözführende Oberkarbon tritt im Aachener Steinkohlenrevier in zwei räumlich voneinander getrennten Teilen auf: dem Wurm-Revier und dem lnde-Revier. Der Bergbau im Wurm-Revier ist wahrscheinlich sogar älter als der an der Ruhr. Auch wenn das Aachener Revier in der wissenschaftlichen und bergmännischen Literatur der Vergangenheit insgesamt nicht den Niederschlag gefunden hat, wie das ungleich größere Ruhr-Revier, so liegen doch zahlreiche Untersuchungen vor, die sich mit den Problemen dieses Raumes befassen. Hierbei spielt das Aachener Revier als Bindeglied zwischen dem rheinisch-westfälischen einerseits und den Steinkohlenrevieren Südlimburgs und Belgiens andererseits eine wichtige Rolle. Die Sonderveröffentlichung befasst sich mit der Schichtenfolge, der Flözführung und Inkohlung sowie der Tektonik beider Teilreviere und gibt überdies einen kurzen bergbaugeschichtlichen Abriss. [1988., 77 S., 18 Abb., 2 Tab., 1 geol. Karte 1:25.000; ISBN 978-3-86029-919-7]
Der Datensatz stellt das Informationssystem Hydrogeologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:100.000 [IS HK 100] für das INSPIRE-Thema Geologie, Anwendungsschema Hydrogeologie dar. Das Informationssystem verwaltet qualitative Angaben über die hydrogeologisch relevanten Eigenschaften der Gesteine des oberen Grundwasserleiters. Verfügbare Kartenthemen: Grundwassergeringleiter (Aquitard), Grundwasserleiter (Aquifer), Geologisches Ereignis (Stratigraphie & Genese).