Mehr als 90 % der Landesfläche werden von den vorliegenden acht nordrhein-westfälischen Blättern dieses Kartenwerks abgedeckt. Auf jedem Kartenblatt sind auf einer Fläche von ca. 8.000 Quadratkilometern die nach Alter und Zusammensetzung unterscheidbaren Gesteinsfolgen maßstabsangepasst dargestellt und in einer Legende beschrieben. Überlagerungen von jüngeren über älteren Gesteinen werden teilweise berücksichtigt. Auch der Gebirgsbau mit seinen tektonischen Elementen ist so detailliert wie möglich auf der Karte wiedergegeben. In Kombination mit dem vertikalen Tiefenschnitt wird die Mächtigkeit der Schichten im Untergrund und die Geometrie von Falten und Störungen anschaulich gemacht. Bearbeitungsgrundlage war vor allem die Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:100.000 unter Berücksichtigung aktueller Kartierergebnisse. Die GÜK 200 gibt einen guten Überblick über die großregionale Verbreitung der unterschiedlichen Gesteinsschichten. Das Kartenwerk wird von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover, in Zusammenarbeit mit den Geologischen Diensten der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben. Die nordrhein-westfälischen Blätter können gefaltet beim Geologischen Dienst NRW bestellt werden. Wiederverkäufer wenden sich bitte an das GeoCenter, Stuttgart, welches alle herausgegebenen Kartenblätter vertreibt. Noch lieferbare Blätter: CC 3902 Lingen; CC 3910 Bielefeld; CC 3918 Hannover; CC 4710 Münster; CC 5510 Siegen. Digitale Daten zu diesem Kartenwerk können über das BGR Geoportal bezogen werden. Die GÜK 200 wurde abgelöst durch das blattschnittfreie digitale Kartenwerk „Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:250.000“ (GÜK 250).
Böden sind Naturkörper, hochwertige Landschaftsbestandteile und Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze. Gesunde Böden liefern Nahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe, sie speichern einen Teil des Niederschlagswassers und schützen durch ihr Filtervermögen gegenüber Schadstoffen das Grund- und Oberflächnewasser. Zahlreiche Mitarbeiter des Geologischen Dienst NRW (GD NRW) erkunden, erfassen und klassifizieren seit Jahren die Böden des Landes NRW. Sie arbeiten nach einheitlichen Richtlinien auf Grundlage der neuesten bodenkundlichen Erkenntnisse und werten alle Sachinformationen objektiv aus. Die Böden werden bis in 2 m Tiefe bzw. bis zur Obergrenze des Festgesteins untersucht und in analogen wie digitalen Karten unterschiedlichen Maßstabs zu Bodeneinheiten zusammengefasst dargestellt. Die Kartenlegende enthält für jede Bodeneinheit Angeben über die Bodenartenschichtung (z. B. toniger Schluff über kiesigem Sand), die Bodentypen (z. B. Braunerde, Podsol oder Gley) und das geologische Ausgangsgestein (z. B. Mergelstein, Oberkriede). Bei großmaßstäbigen Karten (1 : 5 000) wird jede ausgegrenzte Bodenfläche individuell beschrieben, gleichartige Böden werden in der Legende zu einer Einheit zusammengefasst. Bodenkarten bilden nicht nur eine unentbehrliche Unterlage für land- und forstwirtschaftliche Planungen, sie sind auch eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Bodennutzung und Raumplanung sowie für den Boden-, Natur- und Grundwasserschutz. Folgende Bodenkarten sind für NRW in analoger Form vorhanden: - Bodenkarten von NRW 1 : 5 000 - Bodenkarten von NRW 1 : 25 000 - Bodenkarten von NRW 1 : 50 000 - Bodenübersichtskarten 1 : 200 000 Der GD NRW bietet für NRW bodenkundliche Karten nicht nur in gedruckter Form an, sondern auch als moderne, digitale Informationssysteme. Diese digitalen Karten liegen vorwiegend im Shape-Format vor und funktionieren durch angebundene Fachdatenbanken als leistungsfähige Auskunftssysteme: - Informationssystem Bodenkarte von NRW 1 : 5 000 - Informationssystem Bodenkarte von NRW 1 : 50 000 Weiterhin liegen mit speziellen Schwerpunktthemen folgende CD-ROM vor: - Erosions- und Verschlämmungsgefährdung in NRW - Mechanische Belastbarkeit der Böden in NRW - Auskunftssystem BK50 - Karte der schutzwürdigen Böden - Böden am Niederrhein
Es werden die Abgrabungen im Kreis Kleve angegeben, die beantragt, genehmigt, in Betrieb oder abgeschlossen sind. Die Gewinnung von Bodenschätzen (Sand, Kies, Ton oder Lehm) bedarf der Genehmigung. Bei Abgrabungen wird zwischen Nass- und Trockenabgrabungen unterschieden. Bei Nassabgrabungen wird durch die Auskiesung Grundwasser freigelegt und dadurch ein Gewässer hergestellt, bei Trockenabgrabungen nicht.