Karte der Umgebung von Coblentz 1830 (HKBK) Bei der von Johann Becker im Jahre 1830 entworfenen und gezeichneten „Karte der Umgebungen v. Coblenz“ handelt es sich um eine einfarbige Karte im Maßstab 1 : 86 400. Um das ovale Kartenbild herum sind Zeichnungen von vierzig kunsthistorisch bedeutsamen Baudenkmälern abgebildet. Der Ausschnitt wird begrenzt vom Laacher See und der Andernacher Pforte im Westen, der Rheinschleife bei Boppard im Süden und der höchsten Erhebung, der Montabaurer Höhe, im Osten. Die originalgetreue Reproduktion dieser Karte wird nur in Verbindung mit einer 48-seitigen Broschüre, die Erläuterungen zum Kartenbild und Baudenkmälern enthält, abgegeben.
Schmitt´sche Karte von Südwestdeutschland 1797 (HKSCH) Die Schmitt'sche Karte von Südwestdeutschland umfasst auf 198 Blättern die Gebiete von Salzburg, Bayern, einen Teil der Pfalz, Württemberg, Baden und Hessen-Nassau. Das Kartenwerk wurde unter der Leitung des österreichischen Generalmajors Heinrich von Schmitt geschaffen, der damals dem kaiserlich und königlichen Generalquartiermeisterstab vorstand. Dieses ausschließlich militärischen Zwecken dienende Kartenwerk ist gegen den anrückenden Gegner nach Westen ausgerichtet. Die Originale und mehrfarbigen Reproduktionen im ungefähren Format von 65 x 45 cm haben einen Maßstab von ca. 1 : 57 600. Obwohl bei der Kartenaufnahme bereits grafische Triangulationen und eine Messtischaufnahme durchgeführt wurden, handelt es sich wegen des fehlenden übergeordneten trigonometrischen Netzes bei der Schmittschen Karte um keine wissenschaftlich exakte topografische Landesaufnahme. Lieferbar sind 16 Voll- bzw. Halbblätter.
Karte vom Großherzogthum Hessen um 1855 (HKGH). Die „Karte von dem Grossherzogthume Hessen“ wurde von der Lithografischen Anstalt Maximilian Frommann in Darmstadt im Maßstab 1: 280 943 herausgegeben. Leider fehlt das konkrete Datum des Erscheinens, aber an zwei Stellen ist in Bleistift das vermutliche Jahr der Herausgabe „um 1852“ und „um 1855“ vermerkt. Neben den typischen Inhalten einer zeitgenössischen topografischen Übersichtskarte ist in der vorliegenden Karte die innere staatliche Organisation des Großherzogtums mit den drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen ebenso ersichtlich, wie die ab 1850 in Betrieb genommenen Bahnlinien
Französische Karte der Rheinlande 1816 -1840 (HKFK) Das Kartenwerk mit dem Originaltitel „Carte topografique des Pays Compris entre la France, les Pays-Bas et le Rhin 1 : 100 000“ entstand durch Reduktion der Kartenaufnahme von Tranchot und von weiteren französischen und bayerischen Aufnahmen der Pfalz. Jedes der insgesamt 15 Kartenblätter im Format 50 cm x 80 cm enthält 40 Aufnahmeblätter des Maßstabes 1 : 20 000. Die Karten wurden in Kupfer gestochen und einfarbig gedruckt. Die 1. Auflage erschien 1840, die letzte fortgeführte 4. Auflage 1870/71. Die Kartenblätter 5 bis 15 sind als einfarbige Kopien lieferbar.
Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und von Müffling 1801 - 1828 (HKTM) Die von Napoleon angeordnete Kartenaufnahme der damals zu Frankreich gehörenden westlichen Rheinlande erfolgte im Maßstab 1 : 20 000 nach technisch-wissenschaftlichen Grundsätzen auf der Grundlage astronomisch-trigonometrisch bestimmter Punkte, die auf weithin sichtbaren Geländeerhebungen lagen. Im Jahre 1801 wurde mit den Arbeiten an der „Carte topografique des Départements réunis de la Rive gauche du Rhin“ begonnen. Unter der Leitung des französischen Oberst Tranchot wurde die Kartenaufnahme links des Rheins bis 1814 durchgeführt. Die französische Kartenaufnahme konnte bedingt durch die Befreiungskriege nicht vollständig abgeschlossen werden. Nach Abschluss des zweiten Pariser Friedensvertrags im November 1815 wurden die Tranchot-Karten dem Aufnahme- und Zeichenbüro beim preußischen Generalkommando übergeben, das 1816 in Koblenz auf dem Ehrenbreitstein eingerichtet wurde. Dieses Büro war für die Vermessung der neuen preußischen Gebiete am Rhein zuständig. Chef des Generalstabs war Generalmajor von Müffling. Die vorhandenen französischen Karten wurden vervollständigt und für die bisher nicht aufgenommenen neuen preußischen Gebiete gleichartige Karten nach französischem Muster hergestellt. Bei der Reproduktion wurden die handkolorierten Kartenoriginale auf den Maßstab 1 : 25 000 verkleinert. Gebiete des Landes Rheinland-Pfalz werden auf 132 Kartenblättern dargestellt und als mehrfarbige Drucke und in 3 Sonderblattschnitten als Zusammendruck aus mehreren Originalblättern herausgegeben.
Ausgabeformatierte Auszüge aus der Bodenrichtwertkarte (RPBK), Ausgabeformen: analog und druckaufbereitet (PDF). Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Lagewerte für den Boden. Sie beschreiben den relativen Bodenwert in Euro/m² und sind landesweit verfügbar. Dazu werden Grundstücke, die nach Art und Maß der baulichen Nutzung weitgehend übereinstimmen, in räumlich abgegrenzten Bodenrichtwertzonen zusammengefasst. Die Bodenrichtwertangaben beziehen sich jeweils auf ein Bodenrichtwertgrundstück in der Zone und beschreiben die wertbeeinflussenden Merkmale wie z. B. Art der baulichen Nutzung, Grundstücksgröße, Geschossflächenzahl. Der Bodenrichtwert ist der Bodenwert des Bodenrichtwertgrundstückes. Für die gesamte Landesfläche besteht die Möglichkeit der Erstellung amtlicher Auszüge auf der Grundlage der Bodenrichtwertkarte. Als Kartenhintergrund dient hierbei die amtliche Liegenschaftskarte. Das Produkt gibt die Zonengrenzen und die beschreibenden Bodenrichtwertangaben wieder.
Topografische Karten sind landschaftsbeschreibende Karten, in denen die Oberfläche der Erde dargestellt wird. Die DTK100 beinhaltet die wesentlichen Objekte der Erdoberfläche wie Siedlungen, Verkehrsnetze, Vegetation, Gewässer und Geländeformen sowie Grenzen politischer sowie administrativer Einheiten mit Namen und sonstigen beschreibenden Angaben. Sie ist die aus dem Digitalen Landschaftsmodell 50 und dem digitalen Geländemodell generalisierte topografische Karte.
Preußische Kartenaufnahme 1 : 25 000 Uraufnahme- Urmesstischblätter 1843 - 1878 (HKPK) In den Jahren 1843 - 1878 wurden die preußischen und nassauischen Provinzen durch die topografische Abteilung des preußischen Generalstabs erstmals vollständig im Maßstab 1 : 25 000 aufgenommen. Die handgezeichneten mehrfarbigen Originale befinden sich heute in der deutschen Staatsbibliothek in Berlin und dienten als Grundlage für die Generalstabskarte 1 : 80 000. Sie waren nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen. Die Geländeformen wurden anfänglich durch Schraffen, ab etwa 1846 durch äquidistante Horizontallinien (in Preußen ohne, in Hessen-Nassau mit Höhenangaben) dargestellt. Aus Vereinfachungsgründen werden die Reproduktionen im Format 59 cm x 58 cm mit den heutigen Blattnummern und -namen der Digitalen Topographischen Karte 1:25000 bezeichnet.
Preußische Generalstabskarte 1 : 86 400 halbe Gradabteilung 1816 - 1847 (HKPG) Das 85 Blätter umfassende Kartenwerk des Preußischen Generalstabs entstand in Anlehnung an die Kartenwerke der Nachbarstaaten in dem älteren französischen Maßstab 1 : 86 400. Grundlage für die Reproduktion bildeten die Tranchot/von Müfflingschen Kartenaufnahmen der Rheinlande und Ergänzungsmessungen in den angrenzenden Gebieten. Geografische Gitterlinien in einem Abstand von einem halben Längengrad und einem viertel Breitengrad begrenzen die ca. 41 cm x 32 cm großen Karten. Sie entsprechen 3 x 2,5 Blättern der heutigen Digitalen Topographischen Karte 1:25000. Daraus abgeleitet ist die Zusatzbezeichnung „halbe Gradabteilung“, da jeweils 4 Blätter (Sektionen) eine halbe Gradabteilung von 1° x 30‘ bilden. Die Vervielfältigung der Karten erfolgte einfarbig durch Steindruck. Sie wurden wegen der ausschließlich militärischen Zweckbestimmung nicht veröffentlicht. Ein handgeschriebenes „Statistisches Tableau...“ von 1837 informiert über Größe und Einwohnerzahl, landwirtschaftliche Erträge, Handel und Industrie. Es ist als einfarbiger Druck (81 cm x 54 cm) lieferbar.
Topografische Karten sind landschaftsbeschreibende Karten, in denen die Oberfläche der Erde dargestellt wird. Die DTK25 beinhaltet die wesentlichen Objekte der Erdoberfläche wie Siedlungen, Verkehrsnetze, Vegetation, Gewässer und Geländeformen sowie Grenzen politischer sowie administrativer Einheiten mit Namen und sonstigen beschreibenden Angaben. Sie ist die aus dem Digitalen Landschaftsmodell und dem digitalen Geländemodell abgeleitete topografische Karte.