„In der vorliegenden Arbeit wurde die Ciliatenfauna des Sandlückensystems zweier Eulitoralgebiete der Ostfriesischen Insel Norderney untersucht. Im jeweiligen Untersuchungsgebiet des Norderneyer Inselwatts und des Südweststrandes der Insel wurden an zwei Stationen monatliche Beprobungen von Juli bis Oktober 2000 durchgeführt. Die Extraktionen der Ciliatenfauna aus den Sedimentproben erfolgten mittels modifizierter Seewasser-Eis-Methode und Deckglas-Methode. Qualitativ erfasst wurden die Ciliaten-Arten und –Gattungen mit Hilfe von Lebendbeobachtungen. Zusätzlich wurde die Determination der Ciliaten durch Videoaufnahmen unterstützt, die mit Hilfe von inversem Mikroskop und Videokamera aufgenommen wurden. Es wurden Bewegungs-, Ruhe-, Nahrungsaufnahme- und Entwicklungsphasen der extrahierten Ciliaten aus Proben der Weststrand- und der Terminstationen gefilmt.“
„Im Rahmen des Teilprojektes „Ökologische Wertigkeit bestehender Kleientnahmen – Avifauna“ wurde die Wiederinanspruchnahme von Püttflächen durch Brutvögel in verschiedenen Salzwiesengebieten im Jadebusen und Elisabeth-Außengroden untersucht. In 8 Pütten, die sich bezüglich Lage oder Alter unterscheiden, wurden über einen Zeitraum von 10 Jahren Brutvogelkartierungen durchgeführt. Um die Besiedlung der Pütten in einen Vergleichsrahmen stellen zu können, wurden 9 gemähte oder ungenutzte Vergleichsflächen in alten Salzwiesen über 5-10 Jahre untersucht, daneben wurden über kürzere Zeiträume zum Teil großflächige Salzwiesengebiete im Jadebusen kartiert. Durch die vorliegenden Ergebnisse können die langfristigen Besiedlungsabläufe in Kleipütten heute in ihren Grundzügen beschrieben werden. Es zeigt sich aber auch, dass die Sukzession in Pütten oft gebietsspezifisch verläuft und Ergebnisse aus einem Untersuchungsgebiet daher nicht pauschal auf andere Gebiete übertragbar sind. […] Insgesamt wird aus den zusammengestellten Untersuchungsergebnissen deutlich, dass nach einer Kleientnahme im Außendeichsbereich die betroffene Fläche zunächst ihre vorherigen ökologischen Funktionen als Lebensraum von Pflanzen und Tieren der Salzwiesen für die Dauer einiger Jahre verliert und an ihre Stelle andere Funktionen treten. Im Zug der weiteren Entwicklung der Pütte bildet sich dann allerdings ein naturnahes und vielgestaltiges Gewässersystem und Bodenrelief aus, das eine vielfältige Biotopstruktur mit unterschiedlichen Bruthabitaten bedingt. Die Pütten höheren Alters, in der sich verschiedene Salzwiesenzonen bis hin zur oberen Salzwiese wieder ausgebildet haben, werden vom typischen Brutvogel-Artenspektrum ungenutzter Salzwiesen überwiegend wieder in gleichem oder höherem Maße als Bruthabitate angenommen wie die umliegenden Flächen.“
„Durch die Baumaßnahme „Küstenschutz Leybucht“ wurde die bis dahin als Sommerpolder genutzte Hauener Hooge tiefgreifenden Veränderungen unterworfen. Für den östlichen Teil der Hauener Hooge („Hauener Hooge – Heller“) wurde die Öffnung des Sommerdeiches als Nebenbestimmung in den Planfeststellungsbeschluss aufgenommen […]. Diese Öffnung, die im Herbst 1994 erfolgte, sollte den natürlichen Salzwassereinfluss in dem Gebiet weitgehend wiederherstellen und damit, zusammen mit der gleichzeitigen Aufgabe der Beweidung, zur Aufwertung des Polders für den Naturschutz betragen. Leitbild für den ehemaligen Sommerpolder sind nutzungsfreie, störungsarme und naturnahe Salzwiesen und Prielstrukturen […]. Der westliche Teil wurde demgegenüber infolge der Durchdeichung vollständig vom Salzwassereinfluss abgeschnitten. Das NLÖ – Forschungsstelle Küste führt seit 1982 Vor- und Begleituntersuchungen zur Maßnahme „Küstenschutz Leybucht“ durch; in diesem Rahmen wurde auch von 1995 bis 1999 die Ansiedlung von Salzwiesenarten in der Hauener Hooge nach der Sommerdeichöffnung untersucht. […] Zur Dokumentation der Veränderungen, die infolge des erhöhten Salzwassereinflusses nach der Sommerdeichöffnung zu erwarten waren, und zur Erfolgskontrolle bezüglich der angestrebten Salzwiesenentwicklung wurde in den Jahren 1995-97, 1999 und 2002 die Wirbellosenfauna an einigen repräsentativen Standorten erfasst. Erste Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden bereits in Zwischenberichten dargestellt. […] Dabei lag der Schwerpunkt der Auswertung auf der Laufkäferfauna sowie auf dem Vorkommen und der Bestandsentwicklung des Salzwiesen-Flohkrebses Orchestia gammarellus und einiger Spinnengruppen. Im vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse aus dem Jahr 2002 dargestellt und die Faunenveränderungen gegenüber den Vorjahren erläutert. Im zweiten Teil des Berichts wird die Wirbellosenfauna alter Salzwiesenbereiche der Leybucht dargestellt. […] Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung folgender Fragen: Welche Veränderungen der Wirbellosenfauna sind im ausgedeichten Hauener Hooge – Heller 2002 gegenüber den Vorjahren aufgetreten? Inwieweit ist die angestrebte Ansiedlung von Salzwiesenarten fortgeschritten? Wie stellt sich die Besiedlung alter Leybucht-Salzwiesen unterschiedlicher Nutzung mit terrestrischen Wirbellosen dar? Ist daraus eine Entwicklungsprognose für die Hauener Hooge abzuleiten? Welche Managementmaßnahmen können ggf. zur Optimierung der vorgefundenen Verhältnisse beitragen?“
„In der vorliegenden Arbeit wurde die Ciliatenfauna des Sandlückensystems zweier Eulitoralgebiete der Ostfriesischen Insel Norderney untersucht. Im jeweiligen Untersuchungsgebiet des Norderneyer Inselwatts und des Südweststrandes der Insel wurden an zwei Stationen monatliche Beprobungen von Juli bis Oktober 2000 durchgeführt. Die Extraktionen der Ciliatenfauna aus den Sedimentproben erfolgten mittels modifizierter Seewasser-Eis-Methode und Deckglas-Methode. Qualitativ erfasst wurden die Ciliaten-Arten und –Gattungen mit Hilfe von Lebendbeobachtungen. Zusätzlich wurde die Determination der Ciliaten durch Videoaufnahmen unterstützt, die mit Hilfe von inversem Mikroskop und Videokamera aufgenommen wurden. Es wurden Bewegungs-, Ruhe-, Nahrungsaufnahme- und Entwicklungsphasen der extrahierten Ciliaten aus Proben der Weststrand- und der Terminstationen gefilmt.“
The sampling sites (station 1-20) were located along or across the three main channels of the Wichter Ee. The investigation was carried out in March and in September 1998 with a motorboat. Due to the water level being too low, stations 8, 19 and 20 could not be sampled in March and staton 3 not in September. A 0,1 m² van Veen grab was used for sampling. At each station, two macrofaunal grab samples were taken and sieved over 0,5 mm mesh size. Species number, numerical abundance and biomass were each calculated as means of the two samples at each station.
„Seit 1952 werden von der Arbeitsgruppe „ Bekämpfung der Bohrmuschel“ des Küstenausschusses Nord- und Ostsee eine Reihe von einheimischen Holzarten und verschiedenen Holzschutzmittel im Rahmen eines Großversuches auf ihre Resistenz gegenüber dem Befall und der Bohrtätigkeit des Schiffbohrwurmes Teredo navalis L. und der Bohrassel Limnoria lignorum RATHKE untersucht. Eine Untersuchungsstation – neben denen in Wilhelmshaven, Cuxhaven, List auf Sylt und Holtenau – wurde in Norderney angelegt. Nachdem in den vergangenen Jahren die dem Wasser entnommenen Hölzer stets nur auf Befallspuren der vorgenannten Arten untersucht wurden, schien es an der Zeit, einmal die Epifauna der Versuchsanlage und ihre evtl. Abhängigkeit von verschiedenen Holzschutzmitteln zu untersuchen. Die untersuchten Hölzer befanden sich vom 5.12.1955 bis zum 17.9.1956 im Wasser. Der zu besprechende Versuch lief in diesem Zeitraum; die Hölzer selbst waren bereits seit 1952 im Wasser.“
Die oberflächliche Sedimentschicht innerhalb der mesohalinen Brackwasserzone der Ems wurde nach Probenserien, die in den Monaten Mai 1952, August 1952 und Januar 1953 auf der Strecke zwischen dem Ostriesischen Gatje und Hilkenborg bei Weener entnommen sind, auf Grund der darin gefundenen dominierenden Nematodenarten mit begrenzter ökologischer Valenz zoniert. Die mittlere untere Grenze des mesohalinen Brackwasserkörpers in Bodennähe konnte nicht einwandfrei mit der Methode erfasst werden. Der bodennahe Schwerpunkt der Brackwasserzone liegt im Sommer östlich des Emdener Außenhafens. Er verlagert sich im Winter in den Bereich östlich der Knock. Die mittlere obere Grenze des mesohalinen Brackwasserkörpers in Bodennähe befindet sich etwa in der Höhe von Leerort. Weiter stromaufwärts besitzt das Flussbett einen zunehmenden oligohalinen Charakter.
„Die EU-Wasserrahmen-Richtlinie schafft einen Ordnungsrahmen für den Schutz der Binnenoberflächengewässer, der Übergangsgewässer, der Küstengewässer und des Grundwassers. Für oberirdische Gewässer gelten die folgenden Ziele: Verwirklichung des guten ökologischen und chemischen Zustandes bis 2015; Verwirklichung des guten ökologischen Potenzials und des guten chemischen Zustands bei erheblich veränderten oder künstlichen Gewässern bis 2015; Verschlechterungsverbot; Bei künstlichen und erheblich veränderten Oberflächengewässern kann nach sorgfältiger Prüfung der Verbesserungsmöglichkeiten die Ausweisung als erheblich verändertes Gewässer erfolgen. Bei diesen Gewässern, bzw. bei Gewässerabschnitten, bei denen der gute ökologische Zustand nicht oder nicht mit verhältnismäßigen Mitteln wieder hergestellt werden kann und wenn durch die Wiederherstellung bestimmte Nutzungen, wie Wasserkraft, Schifffahrt, Hochwasserschutz entscheidend beeinträchtigt würden, muss nicht der gute ökologische Zustand erreicht werden, sondern das gute ökologische Potenzial. Die Richtlinie definiert den ‚guten ökologischen Zustand’ als ein Ziel, das bis 2015 (in Ausnahmen auch bis 2027) erreicht sein soll. Vor diesem Hintergrund ist es zunächst notwendig, den aktuellen Zustand der Gewässer zu beurteilen und damit den erforderlichen Handlungsbedarf im Hinblick auf das Ziel der WRRL aufzuzeigen. Um diesen ersten Schritt durchführen zu können, ist die Entwicklung geeigneter Bewertungsverfahren für die von der WRRL vorgegebenen Qualitätskomponenten erforderlich. Vor diesem Hintergrund hat die vorliegende Arbeit die Aufgabe für den Gewässertyp ‚Übergangsgewässer- Nordsee’ (Typ T1/T2) ein fischbasiertes Bewertungswerkzeug zu entwickeln, das den spezifischen Anforderungen der WRRL Rechnung trägt. Der Gewässertyp „Übergangsgewässer- Nordsee“ ist durch den ästuarinen Salinitätsgradienten charakterisiert und zeichnet sich durch das dynamische Zusammentreffen limnischer und mariner Elemente aus. Er bildet daher einen Lebensraum ganz eigener Prägung, der auch eine spezifische Fischfauna aufweist. Diese eigene Ausprägung machte im Hinblick auf die Qualitätskomponente Fischfauna einen spezifischen Bewertungsansatz für die Übergangsgewässer erforderlich. Dazu ist in der vorliegenden Arbeit ein multimetrisches Bewertungsverfahren konzipiert worden, das die Aspekte Artenspektrum, Abundanz und Altersstruktur der Fischfauna umfasst und dabei auf eine historische Referenzzönose als Bewertungsmaßstab Bezug nimmt. Mit der Erarbeitung eines entsprechenden fischbasierten Bewertungswerkzeuges wurde das Büro BioConsult Schuchardt & Scholle GbR im Dezember 2004 von den Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen beauftragt. Die Koordination des Projektes oblag dabei der Wassergütestelle Elbe und wurde von einer Fachgruppe aus Vertretern der Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg begleitet. […]“
„Im Rahmen des Teilprojektes „Ökologische Wertigkeit in Salzwiesen – Wirbellosenfauna“ wurden die zwischen 1989 und 1999 erhobenen Daten zur Wiederbesiedlung von Püttflächen durch Vertreter der benthischen und terrestrischen Wirbellosenfauna in verschiedenen Salzwiesengebieten im Jadebusen und Elisabeth-Außengroden ausgewertet. In 10 Pütten, die sich bezüglich Lage oder Alter unterscheiden, wurden über einen Zeitraum von bis zu 8 Jahren Erhebungen durchgeführt. Um die Besiedlung der Pütten in einen Vergleichsrahmen stellen zu können, wurden 9 gemähte oder ungenutzte Vergleichsflächen in alten Salzwiesen über bis zu 7 Jahre untersucht, daneben wurden über kürzere Zeiträume zum Teil weitere Salzwiesengebiete im Jadebusen miteinbezogen. […] Insgesamt wird aus den zusammengestellten Untersuchungsergebnissen deutlich, dass nach einer Kleientnahme im Außendeichsbereich die betroffene Fläche zunächst ihre vorherigen ökologischen Funktionen als Lebensraum für Pflanzen und Tiere der Salzwiesen für die Dauer einiger Jahre verliert und an ihre Stelle andere Funktionen treten. Im Zuge der weiteren Entwicklung der Pütte bildet sich dann allerdings ein naturnahes und vielgestaltiges Gewässersystem und Bodenrelief aus, das eine vielfältige Biotopstruktur mit unterschiedlichen Kleinhabitaten bedingt. Die Pütten höheren Alters, in der sich verschiedene Salzwiesenzonen bis hin zur oberen Salzwiese wieder ausgebildet haben, werden vom typischen Wirbellosen-Artenspektrum ungenutzter Salzwiesen wieder als gleichwertige Lebensräume angenommen. Dies umfasst die benthische Fauna in Prielen und Schlenken sowie die terrestrische Arthropodenfauna der unteren und oberen Salzwiese bis hin zu Faunenelementen des Binnenlandes. Die Gesamtdichte liegt – wohl aufgrund der vielfältigen Habitatstruktur – oft über der in den ungenutzten, nicht ausgepütteten Nachbarflächen.“
„Im Rahmen des Teilprojektes „Ökologische Wertigkeit bestehender Kleientnahmen – Avifauna“ wurde die Wiederinanspruchnahme von Püttflächen durch Brutvögel in verschiedenen Salzwiesengebieten im Jadebusen und Elisabeth-Außengroden untersucht. In 8 Pütten, die sich bezüglich Lage oder Alter unterscheiden, wurden über einen Zeitraum von 10 Jahren Brutvogelkartierungen durchgeführt. Um die Besiedlung der Pütten in einen Vergleichsrahmen stellen zu können, wurden 9 gemähte oder ungenutzte Vergleichsflächen in alten Salzwiesen über 5-10 Jahre untersucht, daneben wurden über kürzere Zeiträume zum Teil großflächige Salzwiesengebiete im Jadebusen kartiert. Durch die vorliegenden Ergebnisse können die langfristigen Besiedlungsabläufe in Kleipütten heute in ihren Grundzügen beschrieben werden. Es zeigt sich aber auch, dass die Sukzession in Pütten oft gebietsspezifisch verläuft und Ergebnisse aus einem Untersuchungsgebiet daher nicht pauschal auf andere Gebiete übertragbar sind. […] Insgesamt wird aus den zusammengestellten Untersuchungsergebnissen deutlich, dass nach einer Kleientnahme im Außendeichsbereich die betroffene Fläche zunächst ihre vorherigen ökologischen Funktionen als Lebensraum von Pflanzen und Tieren der Salzwiesen für die Dauer einiger Jahre verliert und an ihre Stelle andere Funktionen treten. Im Zug der weiteren Entwicklung der Pütte bildet sich dann allerdings ein naturnahes und vielgestaltiges Gewässersystem und Bodenrelief aus, das eine vielfältige Biotopstruktur mit unterschiedlichen Bruthabitaten bedingt. Die Pütten höheren Alters, in der sich verschiedene Salzwiesenzonen bis hin zur oberen Salzwiese wieder ausgebildet haben, werden vom typischen Brutvogel-Artenspektrum ungenutzter Salzwiesen überwiegend wieder in gleichem oder höherem Maße als Bruthabitate angenommen wie die umliegenden Flächen.“