„Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Vegetationsentwicklung der Leybucht von 1948 bis 1996 vor dem Hintergrund bereits durchgeführter oder noch geplanter Baumaßnahmen und Nutzungsänderungen im Gebiet. Dazu erfolgte 1995/96 eine flächendeckende Vegetationskartierung der Leybucht im Maßstab 1:2.500. Die Daten wurden oben genannten früheren Erhebungen gegenübergestellt. Die Erstellungg der Vegetationskarte wurde mit Hilfe des Geographischen Informationssytems (GIS) durchgeführt. Für die Bewertung der Vegetationsentwicklung ist es erforderlich, die wesentlichen Randbedingungen zu kennen und einzubeziehen. Da Hydrologie, Morphologie, Nutzung usw. in den letzten Jahrzehnten erheblichen natürlichen und anthropogenen Veränderungen unterlagen wird in Kapitel 2 zunächst etwas ausführlicher auf diese Entwicklung im Untersuchungsgebiet eingegangen. […]“
Gegen Anfang der dreißiger Jahre ist der Goldafter (Euproctis chrysorrhoea L.), von den westfriesischen Inseln kommend, auf die ostfriesischen Inseln vorgedrungen. Die Raupen sind hier auf Sanddorn als Futterpflanze nahezu spezialisiert. Es kommt häufig zu Massenauftreten, welche die Sanddornbestände gefährden und darüber hinaus den Badebetrieb beeinträchtigen, da die Haare der Raupen Hautentzündungen hervorrufen. Verschiedene Wege dr Bekämpfung wurden beschritten: Ausschneiden und Verbrennen der Gespinste, Spritzung mit Insektiziden und mit Thuricide, einen kombinierten chemisch-bakteriologischen Präparat. Von den Schäden sind bisher nur die Inseln von Borkum bis Baltrum betroffen, während Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge verschont blieben. Es bleibt abzuwarten, ob der Schädling seine Wanderung nach Osten fortsetzen wird.
„Die vorliegende Arbeit enthält eine Zusammenstellung bisher durchgeführter Untersuchungen über Vorkommen, Verbreitung und Bestandsentwicklung von Benthosorganismen im Schwerpunktsgebiet der Ökosystemforschung sowie in Nachbargebieten (Norderney, Mellum). Die Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für zukünftige vergleichende Untersuchungen unterschiedlicher Disziplinen und sollte während der Laufzeit de Ökosystemforschungsprojektes fortgesetzt werden. […] Methode: Bei der Bestandsaufnahme wurden publizierte und nicht publizierte Ergebnisse von Benthoskartierungen erfasst. Soweit möglich, wurden die Originalprotokolle der Feldarbeiten ausgewertet, um viele ökologische Begleitparameter zu erfassen. […] Die Datenerfassung konzentriert sich auf das Schwerpunktgebiet der Ökosystemforschung, das Einzugsgebiet der Otzumer Balje (zwischen Langeoog und Spiekeroog); zusätzlich wurde auf Daten von den Nachbargebieten Mellum und den Norderneyer Inselwatt zurückgegriffen. Insgesamt wurden 34 Arbeiten über die Verbreitung und Bestandsentwicklung von Benthosorganismen (Mikrophyto-, Makrophyto-, Meio- und Makrozoobenthos) aus dem Zeitraum 1940 bis 1990 ausgewertet. […]“
„Aufgabe des Projektes „Wissenschaftliche Begleituntersuchungen zur Aufbauphase des Miesmuschelmanagements im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ war, die Auswirkungen der Maßnahmen des Miesmuschelmanagementplans zu dokumentieren und zu bewerten. Um die Projektziele zu erreichen, fanden jährlich flächendeckende Erfassungen des Gesamtbestandes im Frühjahr sowie Bestandserfassungen an ausgewählten Untersuchungsstandorten im Herbst durch Luftbilderfassung und Geländeerhebungen statt. Die Luftbilderfassung diente zur Flächenbestimmung der Miesmuschelbänke und die Geländeerhebungen zur Bestimmung von Biomasse, Abundanz, Altersaufbau, Besatz, Bedeckung, Schillgehalt, Relief, Mächtigkeit des Faeches-/Pseudofaecessockels und Begleitfauna. Des weiteren wurden Dynamik der Miesmuschelbänke sowie Populations- und Standortentwicklung aufgezeigt. Die 1995 begonnene Dokumentation der Miesmuschelstandorte wurde kontinuierlich aktualisiert und 2003 überarbeitet. […] In diesem Abschlussbericht sind sämtliche Ergebnisse enthalten.“
Summary: In summer 1982 a survey of intertidal macrovegetation in the Weser estuary was carried out. Combined with the results of anterior floristic investigations the vegetation of the whole area is described and represented in maps. With regard to the dominant species the area exhibits three zones of different bank vegetation: Zusammenfassung: Im Sommer 1982 wurde eine Bestandsaufnahme der eulitoralen Pflanzengemeinschaften in der Unter- und Außenweser ausgeführt und mit vorangegangenen Vegetationsaufnahmen des Gebietes zu einer Gesamtdarstellung zusammengefasst. Die seeseitige Grenze des Untersuchungsgebietes liegt bei Fedderwarder Siel (Butjadingen) bzw. Spieka (Land Wursten), die flussseitige am Nordende des Harrier Sandes. Nach den bestandsbildenen Arten lassen sich drei Abschnitte unterschiedlicher Uferflora erkennen:
Als Ersatzmaßnahme für die Anlandung der Erdgasleitung „Europipe“ durch die Accumer Ee ist auf der Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses vom 27.10.1993, ergangen durch das Oberbegamt Clausthal-Zellerfeld, die Renaturierung des Münstersommerpolders bei Dornum vorgesehen. […] Teilbereiche ökologischer Begleituntersuchungen, u. a. Vegetation und Wirbellosenfauna, wurden in Absprache mit der Nationalparkverwaltung „Niedersächsisches Wattenmeer“ als koordinierender Behörde dem NLÖ – Forschungsstelle Küste übertragen. Zur Erfassung des Satus quo vor Beginn der geplanten Renaturierungsmaßnahme wurden vom NLÖ – Forschungsstelle Küste im Jahr 1994 umfangreiche Untersuchungen begonnen, deren Ergebnisse im vorliegenden Bericht dargestellt werden. Die Bestandserhebungen umfassen eine vegetationskundliche und floristische Kartierung sowie die Erfassung des Arteninventars und der Abundanz ökologisch bedeutsamer Wirbellosengruppen (Spinnen, Laufkäfer, Wanzen, Zikaden, Regenwürmer, Kleinoligochaeten, aquatische Fauna). […]
„Die Maßnahme „Küstenschutz Leybucht“, die seit 1985 vom StAWA Aurich (heute NLWK Betriebsstelle Aurich) betrieben wird, umfasst unter anderem den Bau einer sturmflutsicheren Deichnase (Leyhörn) mit Siel, Schleuse und Speicherbecken, die sich aus der Leybucht heraus nach Nordwesten erstreckt. Im Zuge der Maßnahme wurden rd. 740 ha Watt-, Salzwiesen- und Sommerpolderflächen eingedeicht, überbaut oder anderweitig ihrer vorherigen Funktion entzogen. Als Kompensation sieht der Planfeststellungsbeschluss […] verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung des Naturschutzes in der Leybucht vor; unter anderem wurde Leyhörn 1994 durch die Bezirksregierung Weser-Ems als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Nach der ersten Phase der Beweissicherung von 1989 – 1997 wurde das NLÖ – Forschungsstelle Küste 1997 von der Bezirksregierung Weser-Ems beauftragt, diese mit einer zweiten Untersuchungsphase bis zunächst 2000 fortzuführen. Diese umfasst u. a. Untersuchungen zur terrestrischen Wirbellosenfauna im NSG Leyhörn, deren erste Ergebnisse in diesem Dienstbericht vorgestellt werden.“
„Anfang Januar 1999 ist in Niedersachsen ein Miesmuschelmanagementplan in Kraft getreten, der u. a. eine wissenschaftliche Begleitung der Aufbauphase des Miesmuschelmanagements beinhaltet. Diese findet durch das Projekt „Wissenschaftliche Begleituntersuchungen zur Aufbauphase de Miesmuschelmanagements im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ statt. Die Projektförderung erfolgt durch die Niedersächsische Wattenmeehrstiftung. Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen der Managementmaßnahmen zu dokumentieren und zu bewerten. Zu diesem Zweck werden regelmäßig Bestandserfassungen von Miesmuscheln im Eulitoral mit Hilfe von Luftbildern sowie Geländerarbeiten und Probenahmen durchgeführt. Die Proben werden anschließend im Labor ausgewertet. Die Gesamtbestandserfassung findet jeweils im Frühjahr und die Bestandserfassung an ausgewählten Standorten im Herbst statt. Weiterhin werden Standortfaktoren beurteilt. […] Eine weitere Aufgabe des Projektes ist die Erstellung von halbjährlichen Berichten über Arbeitsinhalte und Stand der Arbeiten und die Vorbereitung der Sitzungen des projektbegleitenden Gremiums. […] Die ersten Ergebnisse der Frühjahrsbestandserfassung wurden vorgestellt. Dieses ist der zweite Projektzwischenbericht mit den Ergebnissen des Untersuchungsjahres 2001.“
„Near the East Frisian island of Norderney two sites investigated permanently in order to study longterm fluctuations of macrozoobenthos: one transect (since 1977) at the northern side in shallow subtidal waters and another one (since 1976) at the sheltered southern side in the intertidal area of the Wadden Sea. Since 1980 the investigations have been continued in the frame of COST- 47, sedimentary intertidal programme (including the shallow subtidal habitats colonized by the Macoma balthica community). The results up to 1984, respectively to 1985, are presented and the changes of abundance of the dominant species are discussed. Discussed are also the influences of water temperatures and sediment disturbances caused by wave action. There is evidence that the intertidal variety of the Macoma balthca community shows a greater stability than the subtidal variety.
„Die Fähigkeit benthischer Lebensgemeinschaften, auf anthropogene und natürliche Störungen elastisch zu reagierten, beruht auf den elastischen Eigenschaften ihrer Populationen. Bei der Makrofauna kann eine Wiederbesiedlung gestörter Flächen zum einen durch Initialansiedlung planktischer Larven zum anderen aber auch durch das Dispersionsvermögen juveniler und adulter Stadien stattfinden. Somit ist die Erfassung von Initialansiedlung, Dispersion und Rekrutierung nötig, um vorhandene oder wechselnde Besiedlungsstrukturen in einem Gebiet beschreiben zu können sowie die Regenerationsfähigkeit gestörter Areale abzuschätzen. In den Jahren 1993 bis 1996 wurde mittels Benthosberopungen, Driftfaunafängen, und Markierungsexperimenten die Datenerhebung auf der Gröninger Plate und im Hafen von Neuharlingersiel (Planktonfänge) durchgeführt. Insbesondere wurden hierbei die Polychaeten Lanice conchilega (Schwerpunkt), Scoloplos armiger und Heteromastus filiformis sowie die Bivalvia untersucht. […]“