Die Messstationen erfassten über ein Jahr Klimadaten wie Bodentemperatur, Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, Feuchte, Globalstrahlung und Niederschläge.
Klimatope sind Flächen mit ähnlichen mikroklimatischen Ausprägungen aufgrund ähnlicher Flächennutzung, Bebauungsdichte, Rauhigkeit, Vegetation und Versiegelung.
Betriebe und Anlagen mit hoher Wärmeemission sowie genehmigungspflichtige Anlagen lokaler und regionaler Bedeutung mit hohen und niedrigen Emissionsquellen
Zwischen Winter 2008 und Sommer 2009 wurden die 106 Wohnquartiere anhand eines Erhebungsbogens bewertet. Dabei wurden städtebauliche Indikatoren im privat und öffentlich bebauten Raum abgefragt: Raumkanten, Gebäudehöhen, Baulücken, Gebäudefrontgestaltung, privates Grün, Flexibilität der städtebaulichen Struktur, Maßstäblichkeit der Gebäude, flächiges öffentliches Grün, Möblierung, Straßenraumgestaltung, Quartiersplätze, angrenzende Nutzung, Bausubstanz, Leerstand, Vandalismus. Es wurde jeweils die Qualität und der Zustand bewertet.
Zur Erfassung und Bewertung des Stadtklimas wurden zahlreiche Messungen im Stadtgebiet durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse wurden genutzt, um die Synthetische Klimafunktionskarte und die Karte der Planungshinweise abzuleiten. Die Synthetische Klimafunktionskarte gliedert das Stadtgebiet in Klimatope, die durch ähnliche mikroklimatische Ausprägungen gekennzeichnet sind. Dynamische Faktoren werden in Form spezifischer Klimaeigenschaften und spezieller Klimafunktionen dargestellt und beschrieben. Die Synthetische Klimafunktionskarte wird zur Ableitung des Planungs- und Handlungsbedarfs mit dem Ziel, bestehende Belastungspotentiale zu senken und die Lebens und Wohnqualität zu sichern, genutzt (Planungshinweise). Die Klimaanalyse ist Teil der "Handlungskarte Klimaanpassung" von 2013. Eine Neuberechnung bietet die "Nachhaltigkeitsstrategie" von 2024.