„Die Untersuchungen erfolgten in der Zeit von Mitte April bis Ende Juli 1978 an insgesamt 30 Tagen. Im Untersuchungsgebiet wurden fünf Hauptprofile und ein Nebenprofil gelegt, deren Richtungen mit dem Kompass eingemessen wurden. Entlang der Profile wurden insgesamt 48 Stationen durch Begehung ausgewählt. Die Profile und Stationen wurden aufgrund oberflächig feststellbarer sedimentologischer, morphologischer und biologischer Eigenschaften und sichtbarer Veränderungen dieser Strukturen ausgewählt. Dabei wurde darauf geachtet, mach Möglichkeit sowohl die jeweils typischen Standorte von Siedlungen als auch Übergangsgebiete zwischen deutlich erkennbaren Litoralzonen zu erfassen.“
„Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des interdisziplinären Spiekeroogprogrammes des Forschungsinstitutes Senckenberg in Wilhelmshaven. Sie fasst die Ergebnisse der saisonal vorgenommenen Untersuchungsreihen der Foreshore-Zone zusammen. Die Untersuchungsreihe gehört zu einem Projekt, in dem versucht wird, über die Verbreitung und Häufigkeit sowie lebensstrategischer Verbände von Benthosarten Aussagen über die Lagestabilität der bewohnten Sedimente zu treffen. Beprobung fand im Juli und August 1988 statt.“
Im Frühjahr 1954 wurde das Watt zu beiden Seiten des Greetsieler Fahrwassers biologisch kartiert. Zweck der Untersuchung war, aus biologischer Sicht ein Urteil über die Bodenverhältnisse zu erhalten. Die durch das Greetsieler Außentief getrennten Wattflächen sind in der Besiedlung und in der Bodenbeschaffenheit im Prinzip völlig gleichwertig. Auf der östlichen Seite sind die Mischwatten stärker vertreten als auf der westlichen. Es hat sich noch kein biologisches Gleichgewicht eingestellt. Außer in der Gegend der Myathanatocoenose ist überall eine langsame, ziemlich gleichförmige Verschlickung (Auftragung) festzustellen. In der nordwestlichen Spitzenregion geht die Auftragung langsamer vor sich, da diese Fläche der Wasserbewegung am unmittelbarsten ausgesetzt ist. Von Osten her dringt die Verlandungsregion in das Watt vor.
„Seit 1969 wird in die Wesermündung in Höhe Bremerhaven Abwasser aus der TiO2-Produktion eingeleitet. Zur Überwachung der ökologischen Effekte werden seit 1975 Zoobenthosuntersuchungen an Dauerstationen ober- und unterhalb der Einleitungsstelle durchgeführt. Seit 1985 werden zusätzlich Sediment- und Zoobenthosproben auf eventuelle Anreicherungen mit Metallen untersucht. Für Vegetationsproben wurden diese Analysen von 1985 bis 2005 durchgeführt. Die Ergebnisse der Daueruntersuchungen 2009 sind in dem vorliegenden Bericht zusammengefasst.“
Die benthische Microvegetation eines großen Wattgebietes an der Jade (südliche Nordsee) wurde in Bezug auf den Artenbestand, die Pigmentverteilung (Chlorophyll-a und Phaeophytin) und die Zelldichte untersucht. Die Diatomeen stellten die wichtigste Gruppe der Bodenalgen dar, doch traten auch einige Cyanophyceen und ein Euglenoide gelegentlich in Massenvermehrung auf. Mit Hilfe einer Clusteranalyse konnte eine Reihe von Artenkombinationen (nur Diatomeen) ermittelt werden, die in ihrer Verbreitung an bestimmte Biotope gebunden waren. Letztere, wurden aufgrund von Feldbeobachtungen und abiotischen Eigenschaften klassifiziert. Helle Sandböden, dunkle Sandböden, Mischböden und Sandstrände waren die vorherrschenden Biotope. Die übrigen nahmen. nur kleine Flächen ein, stellten aber wegen ihres extremen Charakters besonders ausgeprägte, Lebensräume dar. Nach den Chlorophyll- a-Konzentrationen zu urteilen, produziert das Gebiet nur geringe bis mittlere Mengen an pflanzlicher Biomasse, wie es von anderen stark und mäßig exponierten Watten bekannt ist. Auf irgendwelche Abwasserschäden gab die Untersuchung keine Hinweise.
Summary: In summer 1982 a survey of intertidal macrovegetation in the Weser estuary was carried out. Combined with the results of anterior floristic investigations the vegetation of the whole area is described and represented in maps. With regard to the dominant species the area exhibits three zones of different bank vegetation: Zusammenfassung: Im Sommer 1982 wurde eine Bestandsaufnahme der eulitoralen Pflanzengemeinschaften in der Unter- und Außenweser ausgeführt und mit vorangegangenen Vegetationsaufnahmen des Gebietes zu einer Gesamtdarstellung zusammengefasst. Die seeseitige Grenze des Untersuchungsgebietes liegt bei Fedderwarder Siel (Butjadingen) bzw. Spieka (Land Wursten), die flussseitige am Nordende des Harrier Sandes. Nach den bestandsbildenen Arten lassen sich drei Abschnitte unterschiedlicher Uferflora erkennen:
„Die KÜFOG GmbH wurde im Frühjahr 2005 mit der Durchführung benthosbiologischer Untersuchungen an sieben Dauermessstationen im Weserwatt vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz – Betriebsstelle Brake-Oldenburg) beauftragt, die im Rahmen der Beweissicherung der Firma Kronos Titan seit 1975 jährlich zweimal untersucht werden. Eine Probenahmestation liegt im Bereich Langlütjen I. Darüber hinaus wurden 2 Transekte im Lunewatt und vor Blexen beprobt. Die genauen Positionen der Stationen sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.“
Um Maßnahmen zur Sicherung der Vorlandkante entlang der südlichen Wurster Küste ergreifen zu können, wurde es notwendig, die Veränderungen des davor liegenden Watts und somit die von diesem unmittelbar ausgehenden Wirkungen auf das Vorland kennen zu lernen. Die biologische Untersuchung des Watts wurde in zwei Jahren ausgeführt; Gebiet I im Jahre 1955 und Gebiet II im Jahre 1956. Bereits im Jahre 1954 war das nördlich anschließende Watt bearbeitet worden. In den Sommermonaten Zur Untersuchung wurde das Watt während der Trockenfallzeit begangen und insgesamt 364 Untersuchungsstellen mit den Sextanten ortsmäßig bestimmt. Die Tierbesiedlung wurde an diesen Orten qualitativ und z. T. quantiativ mit Hilfe eines 1 mm-Maschensiebes ermittelt.
„Im Sommer 1963 wurde das ostfriesische Watt von Neuharlingersiel bis Harlesiel biologisch-sedimentologisch untersucht, um ein Bild des Wattes entwerfen und Folgerungen für den Küstenschutz daraus ziehen zu können. Es wurden 347 Untersuchungsstationen mit dem Sextanten eingemessen, 192 Sedimentproben kornanalytisch, außerdem auf Wasser- und Kalkgehalt untersucht. An fünf Stationen wurden 385 Wasserproben bei Flut und Ebbe entnommen und der Sinkstoff- und Salzgehalt ermittelt. 14 faunistische Proben wurden qualitativ erfasst. Insgesamt wurden 230 Kilometer zu Fuß auf dem Watt zurückgelegt und 1360 qualitative Ermittlungen durchgeführt. Alle Untersuchungsergebnisse zeigen, dass hier ein günstiges Gebiet für aktiven Küstenschutz vorliegt und dass die Störungszone in der Mitte mit sandigem Watt und 80 cm hoher Abbruchkante in die Landgewinnungsmaßnahmen einbezogen werden kann. Alle Faktoren versprechen Erfolg durch aktiven Küstenschatz, so dass stabile Deckwerke o.ä. nicht errichtet zu werden brauchen. Die Sinkstoffmenge im Wattwasser reicht für die Sedimentierung in den Landgewinnungsfeldern aus.“
1) Im Sommer 1953 wurden die bodenbewohnenden Lebensgemeinschaften im Tidebereich des Langeooger Watts untersucht und kartiert. 2) Die biozönotische Zusammensetzung des Langeooger Watts besitzt dank seiner Mittellage im ostfriesischen Wattenraum einige Ähnlichkeiten mit den innerhalb von Buchten ausgebildeten Watten. 3) Das Vorhandensein großer Mischwattkomplexe weist darauf hin, dass sich in fast allen Teilregionen des Langeooger Watts noch kein stationär biologisches Gleichgewicht eingestellt hat. Demzufolge müssen die zu ziehenden Schlüsse, Umlagerungen des Bodens betreffend, mit einigen Vorbehalten aufgenommen werden. 4) Gesicherte Aufhöhungs- und Verfestigungstendenzen sind nur im Bereich der Steinplate und im Südabschnitt der Westerplate nachweisbar. 5) Die Ruteplate wird im Westen erodiert und durch ablaufendes Wasser, welches die Plate in westlicher Richtung überströmt, auch an der Oberfläche geschürft. 6) Das Langeooger Watthohe unterliegt im nördlichen Teil nur mäßigen Angriffen von Seiten der Langeooger Balje. Im südlichen Teil dagegen ist der von der Rute ausgehende Angriff als erheblich zu bezeichnen. 7) Das Festlandswatt kann durchweg als lagestabil bezeichnet werden. Geringfügige Ansätze zu einer natürlichen Verlandung finden sich jedoch nur auf engbegrenztem Raum vor Dornumersiel. 8) Der westliche Teil des Langeooger Inselwattes hat sich durch Zufuhr von Sand in der vergangenen Zeit verbreitert. Die im Mittelteil nachweisbare vormalige Bodenabtragung wird offenbar z. Zt. durch geringe Neuablagerung wieder ausgeglichen.