„Im Jahr 1998 wurden im Auftrag des Niedersächsischen Hafenamtes Wilhelmshaven im Bereich zweier Klappstellen im Jadebusen benthosbiologische Untersuchungen durchgeführt. Im Untersuchungsgebiet „Am Vareler Fahrwasser“, das in der Vareler Rinne liegt, wurden 116 Arten der Makrofauna und 19 Fischarten festgestellt. Anhand der Besiedlungsverhältnisse lässt sich das Gebiet in 3 Subregionen unterteilen. […] Ein Vergleich der Benthosarten aus 1998 mit den Daten aus 1952 lässt für die Vareler Rinne insgesamt eine deutliche Verarmung erkennen. Eine derartige Verarmung gegenüber 1952 war auch bereits bei einer Erhebung im Jahr 1986 (zum Teil bereits 1969) deutlich geworden. In der Literatur wird sie unter anderem mit der seit Jahrzehnten in diesem Gebiet erfolgenden Verklappung von Baggergut erklärt. Demgegenüber ist für den Zeitraum 1986 bis 1998 eine weitere Verarmung nicht nachzuweisen. Im Gebiet „Am Leitdamm“ das im Eingangsbereich zum Stenkentief liegt, wurden 86 Makrofaunaspezies und 10 Fischarten vorgefunden. […] Mit der vorliegenden Untersuchung ist die Grundlage zur Etablierung eines längerfristigen, maßnahmenbegleitenden Monitoringprogramms geschaffen, sofern die Klappstellen auch in Zukunft genutzt werden.“
„Im Rahmen des Gesamtvorhabens „Alternativplanung Stüverslegde“ wurden benthosbiologische Watt- und Rinnenuntersuchungen im Bereich der Klappstelle „Stüverslegde“ (1997-1998) und an einem möglichen Alternativklappstandort „Östl. Neiderplate“ (2000) durchgeführt. Zur Bewertung und Einordung der Ergebnisse in das Gesamtgebiet „Langeooger Rückseitenwatt“ wurden darüber hinaus frühere Erhebungen aus den Wattbereichen (Sensitivitätskartierung 1988) und den Rinnen des Gebietes (Kontrolluntersuchungen zu EUROPIPE-Bau 1993-1997) ergänzend ausgewertet. […] Im Untersuchungsgebiet „Stüverslegde“ wurden 89 Arten der Makrofauna und 10 Fischarten festgestellt. Bedingt durch eine heterogen verteilte und vielfältige Substratstruktur wird das Gebiet von einer artenreichen Epi- und Endofauna besiedelt, darunter auch verschiedene, als potentiell empfindlich einzustufende Faunenelemente. In den angrenzenden Wattbereichen kamen 26 Arten vor. Im Bereich „Östl. Neiderplate“ wurden 41 Makrofaunaarten und 3 Fischarten vorgefunden, wobei der Probenumfang dort wesentlich geringer war. Muscheln und einige Spezies der Hartbodenfauna waren hier ebenfalls vorhanden. Insgesamt überwiegen Arten der Sandbodenfauna. […] Angesichts der potentiellen Sensibilität der vorgefundenen benthischen Besiedlung wird bei zukünftiger Nutzung der Klappstelle „Stüverslegde“ die Etablierung eines längerfristigen, maßnahmenbegleitenden Monitoringprogramms empfohlen. Das Gebiet „Östl. Neiderplate“ stellt auf der Grundlage der bisher verfügbaren biologischen Daten eine geeignete Alternative als Klappstellengebiet zum Bereich „Stüverslegde“ dar.“
„Im Jahr 1998 wurden im Auftrag des Niedersächsischen Hafenamtes Wilhelmshaven im Bereich zweier Klappstellen im Jadebusen benthosbiologische Untersuchungen durchgeführt. Im Untersuchungsgebiet „Am Vareler Fahrwasser“, das in der Vareler Rinne liegt, wurden 116 Arten der Makrofauna und 19 Fischarten festgestellt. Anhand der Besiedlungsverhältnisse lässt sich das Gebiet in 3 Subregionen unterteilen. […] Ein Vergleich der Benthosarten aus 1998 mit den Daten aus 1952 lässt für die Vareler Rinne insgesamt eine deutliche Verarmung erkennen. Eine derartige Verarmung gegenüber 1952 war auch bereits bei einer Erhebung im Jahr 1986 (zum Teil bereits 1969) deutlich geworden. In der Literatur wird sie unter anderem mit der seit Jahrzehnten in diesem Gebiet erfolgenden Verklappung von Baggergut erklärt. Demgegenüber ist für den Zeitraum 1986 bis 1998 eine weitere Verarmung nicht nachzuweisen. Im Gebiet „Am Leitdamm“ das im Eingangsbereich zum Stenkentief liegt, wurden 86 Makrofaunaspezies und 10 Fischarten vorgefunden. […] Mit der vorliegenden Untersuchung ist die Grundlage zur Etablierung eines längerfristigen, maßnahmenbegleitenden Monitoringprogramms geschaffen, sofern die Klappstellen auch in Zukunft genutzt werden.“
„Im Rahmen des Gesamtvorhabens „Alternativplanung Stüverslegde“ wurden benthosbiologische Watt- und Rinnenuntersuchungen im Bereich der Klappstelle „Stüverslegde“ (1997-1998) und an einem möglichen Alternativklappstandort „Östl. Neiderplate“ (2000) durchgeführt. Zur Bewertung und Einordung der Ergebnisse in das Gesamtgebiet „Langeooger Rückseitenwatt“ wurden darüber hinaus frühere Erhebungen aus den Wattbereichen (Sensitivitätskartierung 1988) und den Rinnen des Gebietes (Kontrolluntersuchungen zu EUROPIPE-Bau 1993-1997) ergänzend ausgewertet. […] Im Untersuchungsgebiet „Stüverslegde“ wurden 89 Arten der Makrofauna und 10 Fischarten festgestellt. Bedingt durch eine heterogen verteilte und vielfältige Substratstruktur wird das Gebiet von einer artenreichen Epi- und Endofauna besiedelt, darunter auch verschiedene, als potentiell empfindlich einzustufende Faunenelemente. In den angrenzenden Wattbereichen kamen 26 Arten vor. Im Bereich „Östl. Neiderplate“ wurden 41 Makrofaunaarten und 3 Fischarten vorgefunden, wobei der Probenumfang dort wesentlich geringer war. Muscheln und einige Spezies der Hartbodenfauna waren hier ebenfalls vorhanden. Insgesamt überwiegen Arten der Sandbodenfauna. […] Angesichts der potentiellen Sensibilität der vorgefundenen benthischen Besiedlung wird bei zukünftiger Nutzung der Klappstelle „Stüverslegde“ die Etablierung eines längerfristigen, maßnahmenbegleitenden Monitoringprogramms empfohlen. Das Gebiet „Östl. Neiderplate“ stellt auf der Grundlage der bisher verfügbaren biologischen Daten eine geeignete Alternative als Klappstellengebiet zum Bereich „Stüverslegde“ dar.“
„In den Jahren 1998 und 2000 wurden im Bereich der Klappstelle „Altes Boesgatje“ des Borkumer Kleinbahnhafens benthosbiologische Untersuchungen durchgeführt. Ziel der kursorischen Erhebung war es, das vorhandene Artenspektrum zu erfassen und festzustellen, ob besonders „empfindliche“ bzw. schützenswerte Arten im Wirkraum der Verklappungen von den Maßnahmen betroffen sein könnten. Das Untersuchungsgebiet weist fein- bis mittelsandige Sedimente auf. Hartsubstrate wie Schill oder Steine sind kaum vorhanden. Im Untersuchungsgebiet wurden 44 Makrofaunspezies und 8 Fischarten vorgefunden. Davon kamen 23 Arten ausschließlich in den Greiferproben bzw. 15 Arten nur in Dredgefängen vor. Die Organismengemeinschaft wird von vagilen, typischen Vertretern der Sandbodenfauna dominiert, die in geringen Individuendichten das Sediment besiedeln. Im nordwestlichen und östlichen Bereich der Untersuchungsfläche sind kleine Miesmuschelbänke ausgebildet. Mit Ausnahme von Metridium senile kommen andere sessile, epibenthische Arten nicht bestandsbildend bzw. nur vereinzelt vor. In ihrer lokalen Verbreitung sind sie im wesentlichen an das Vorhandensein von Miesmuschelschalen als Anheftungssubstrat gebunden. Eine besonders „empfindliche“ oder schützenswerte Bodenfauna wurde nicht gefunden. Räumlich klar differenzierbare Besiedlungsschwerpunkte sind – unter dem Vorbehalt der geringen Probenzahl – mit Ausnahme der an Mytilus edulis assoziierten Arten weder auf Artebene noch auf Gemeinschaftsebene anhand von Clusteranalyse und MDS-Verfahren abgrenzbar. Auf den umliegenden eulitoralen Flächen dominieren Arten der Sandwattfauna. Etwas größere Miesmuschelbänke beginnen etwa 2 km nordöstlich der Klappstelle. Vorhandene Seegrasbestände liegen noch weiter entfernt in südöstlicher Richtung. Vor dem Hintergrund der momentan geringen Klappmengen und unter der Voraussetzung, dass das Baggergut nur gering mit Schadstoffen belastet ist, wird eine stärkere Verarmung der lokalen Bodenfauna bei zukünftiger Nutzung der Klappstelle nicht angenommen.“